CES 2010

Filmbibliothek in Windows 7 Media Center – Darstellung von Cover und Metainformationen

Also für die Filmbibliothek in Windows Media Center lachen uns User anderer Betriebssysteme und Plattformen nur aus!
Wieso zum Teufel lädt die Filmbibliothek die Daten nicht direkt aus der Datei - genau wie bei Musik können auch Filmdateien bei fast allen Containerformaten Metadaten und Cover-Bilder beinhalten. Windows 7 kann diese Metadaten sogar lesen - allerdings nur im Explorer.

Filme in Explorer Filme in Explorer 2
Wie man in den Screenshots erkennen kann, werden in Windows 7 Explorer alle Metataten und Cover-Bilder korrekt aus den .m4v Dateien ausgelesen. Nur die Beschreibung “Description” scheint zu fehlen.

In Windows Media Player werden die Informationen nur teilweise angezeigt – die Cover Art ist in der gestapelten Ansicht richtig, in der Gesamtübersicht mit den einzelnen Filmen wieder im falschen Seitenverhältnis, was auch noch irgendwie akzeptabel ist. Allerdings fehlt, wie auch in der Explorer-Ansicht, die Beschreibung aus den Metadaten:
Filme in Media Player 1 Filme in Media Player 2

Nun aber zu Windows Media Center:

In der Video-Bibliothek wird immerhin das Coverbild angezeigt, allerdings im falschen Seitenverhältnis, weitere Metainformationen fehlen gänzlich.
Filme in Videobibliothek 

Und in der Filmbibliothek wird nur der Titel und das Jahr richtig ausgelesen, die restlichen Metadaten und das Filmposter/DVD-Cover-Bild fehlen. - (Um das zu erreichen, muss man DVDID XML Files anlegen, eigene Folder für jeden Film, folder.jpg usw. - was für ein Schwachsinn! – Wenn Microsoft das Problem nicht fixt, werde ich eventuell ein Script schreiben, welches das automatisisert)
Filme in Filmbibliothek

iTunes, AppleTV und Apple FrontRow stellen die Filme – wie nicht anders zu erwarten – richtig dar, mit Bildern und allen Metadaten. Hier ein Screenshot von iTunes:

itunes movies screenshot

Wenn man Filme online kauft, z.B. über iTunes, aber auch über die XBox360 (die integrierte Bilder und Metadaten übrigens problemlos darstellt!) sind diese Daten in der Regel übrigens auch schon in den Files enthalten. Ebenso etwa bei Video Podcasts von TV-Sendungen etc.
Ich plädiere daher dringend an Microsoft schon vor SP1 von Windows 7 - am Besten noch vor der General Availability (über ein Windows Update) - die Unterstützung für integrierte Metadaten und Bilder in der Filmbibliothek umzusetzen!!!

Fazit: Windows 7 ist offensichtlich im Stande beinahe alle Metainformationen und Bilder aus Videodateien auszulesen, leider macht es das aber, außer im Explorer in kaum einer Applikation vollständig – gerade in der Filmbibliothek, wo es am wichtigsten wäre, fehlen Bilder und Informationen.

Ich hasse HDMI

Ein Kunde. Ein brandneuer Sony Fernseher 52” (Bravia KDL-52V550A). Ein brandneuer Hush E1 Media Center Edition (passiv gekühlter Medien PC). Mit Intel Onboard Grafik im Chipset (Mobile Intel 4 Series Express Chipset Family) lt. Hush Homepage X4500 HD Grafik onboard. Dazu aufwendiges Heimkino mit AV Receiver, 5.1 Boxen, Universalfernbedienung usw. Ein schönes Projekt.

Ich war jahrelang mit Hush PC’s auf Schulungstour und auf Messen, hatte die so ziemlich an allen Fernsehern in Betrieb - nie ein Problem!

Jetzt das hier beim Abspielen einer BluRay:
ArcSoft ErrorCode 301e. Ihr System ist nicht HDCP-fähig.

Im Bios herumgespielt und sichergestellt das HDCP aktiv ist, verschiedene Kabeln ausprobiert, auf Anraten von Hush Arcsoft neu installiert – sprich viel Zeit versch***en.

Aufgegeben, Workaround: Die Software “Any*** HD” – das ist immer eine gute Lösung – entfernt Regionalcode und Kopierschutz und eben auch die HDCP Probleme. In Deutschland wegen des Umgehens des Kopierschutzes allerdings verboten, daher meine etwas kryptische Ausdrucksweise. In Österreich, z.B. bei MCubed sogar im Lieferumfang von Medien PC’s enthalten -

Das war aber nicht das einzige Problem – durch die offenbaren Probleme in der Kommunikation über HDMI bekommt man auch kein Bild mehr, wenn man z.B. den Fernseher aus- und wieder einschaltet. Die HDMI Verbindung wird getrennt und nie wieder neu aufgebaut. Und das war dann doch ein gröberes Problem.

Dann noch den CyberLink Blu-ray Disc Advisor heruntergeladen und ausgeführt um das Problem weiter einzukreisen:

CyberLink Blu-ray Disc Advisor

Okay – der Treiber ist es nicht, der Grafikchip selbst auch nicht – aber bei Videoverbindungstyp steht “Digital "(ohne HDCP)” obwohl HDCP im Bios aktiviert.

Sony sagt sie sind nicht schuld. Hush sagt sie sind nicht schuld. Gegenseitiges Schuldzuweisen.

Auf jeden Fall passiert das mit ATI Chips weniger oft, dass es zu HDMI Problemen kommt.

Ich hoffe Hush hatte recht und Sony ist schuld, denn auf Seiten des PC’s wüsste ich nicht, was man noch tun könnte, außer auf VGA Kabeln auszuweichen, was bei Full HD nicht gerade die beste Idee ist.
Wir sind gerade dabei von Sony ein Update der Firmware einspielen zu lassen, das hoffentlich das Problem behebt.

Bin für alle Ideen sehr dankbar.

Windows Media Center Remote Controls (Fernbedienungen): Ein Debakel

Es ist heutzutage keine leichte Aufgabe für einen Digital Home Integrator eine Media Center Fernbedienung für seine Kunden zu finden. Früher war das anders: Die ursprüngliche Windows XP Media Center Fernbedienung von Microsoft war sehr gut und sogar programmierbar, ist aber leider seit über einem Jahr nicht mehr erhältlich.

Die zweite frei erhältliche Fernbedienung für Windows Media Center, ebenfalls programmierbar, die Philips SRM-5100/10 soll laut einigen Händlern von Philips eingestellt werden und nur mehr in Restbeständen zu bekommen sein, was für mich eine Katastrophe ist, da diese Fernbedienung momentan die einzige ist, die ich bei Kundenprojekten einsetze!

Der “Klassiker” – die Microsoft OEM Windows XP Media Center Remote Control v2.
Mittels programmierbarer Tasten konnte man den Fernseher mit ein-/ausschalten sowie die Lautstärke direkt am Receiver steuern, falls man den Ton digital ausgeben wollte.
Wie beliebt diese Fernbedienung war, sieht man daran, dass der Preis, nachdem bekannt wurde, dass sie eingestellt werden wird, von 17€ auf 86€ kletterte.
Microsoft OEM Windows XP Media Center Remote Control v2


Der einzig würdige Nachfolger – die ebenfalls programmierbare Fernbedienung SRM-5100/10 von Philips, (sehr schick und liegt gut in der Hand) – soll aber leider auch eingestellt werden. (Bild rechts)
Philips SRM-5100/10
Philips SRM-5100/10
Derzeit ist die SRM-5100/10 noch bei T-Online erhältlich.
Hier findet man noch andere Modelle von Philips, ohne Angabe, ob und wo diese auch einzeln erhältlich sind.
Viele Hersteller, darunter auch Dell bieten gebrandete Varianten dieser Fernbedienung an.

Das IR-Protokoll, welches Windows Media Center sämtliche IR-basierten MC-Fernbedienungen verwenden, ist übrigens RC6 – welches von Philips erfunden wurde.

Weitere Alternativen sind die frei erhältliche Hama MCE Remote Control und die iMon Fernbedienung, die einigen Gehäusen und Geräten mit Front-Display beiliegt. Beide sind keine echten Media Center Fernbedienungen, d.h. sie enthalten keinen “Green Button” mit Windows Logo. iMon basierte Geräte lassen sich übrigens auch mit einer normalen Media Center Fernbedienung steuern – in beiden Fällen hatte ich aber Probleme den PC dazu zu bewegen den Bildschirm einzuschalten.

Ein Großteil der Fernbedienungen für Windows Vista Media Center, die man im Internet findet, und die toll aussehen, sind leider nur Referenzdesigns, die nie umgesetzt wurden.

Hier einige Beispiele:

Prototyp einer Media Center Fernbedienung aus dem Windows Vista Product Guide
Die Fernbedienung aus dem Windows Vista Product Guide – nur ein Prototyp, der nie in Produktion ging – viele Kunden warteten jahrelang, in der falschen Annahme, die würde irgendwann herauskommen.
Ricavision Windows Vista SideShow Remote Control (Reference Design Only) 
Ricavision Windows Vista SideShow Remote Control (Reference Design Only)

Die wahrscheinlich schickste und im Internet am meisten abgebildete Media Center Fernbedienung. Leider nur eine Designstudie die es so nie geben wird.

 

Vave 100 - Vaporware ?Und die Ricavision Fernbedienungen mit Windows Sideshow, seit Jahren angekündigt und noch immer nicht lieferbar, haben sich fast schon als “Vaporware” herausgestellt. – Seit Mai 2009 läuft zwar sogar ein Vorverkauf bei Amazon USA, ich glaube es trotzdem erst, wenn ich das Produkt in Händen halte…

Vor allem, selbst wenn die Vave 100 tatsächlich in den USA bald ausgeliefert wird, ist nicht gesagt, ob und wann eine europäische Version dieser Fernbedienung bei uns erhältlich ist.
Außerdem ist eine Fernbedienung mit einem Preispunkt von US$349,—angesichts ihrer Features zwar nicht überteuert, aber dennoch nicht unbedingt für jedes Kundenprojekt geeignet.
 
Ricavision Vave 100 – seit 3 Jahren angekündigt!
Ricavision Vave 100 – seit 3 Jahren angekündigt!

OEM Fernbedienungen gibt es zwar wie Sand am Meer, aber diese sind entweder nur mit einem PC oder einer TV Karte erhältlich oder nur um-gebrandete Versionen z.B. der Philips Fernbedienung. Selten sind die OEM Fernbedienungen programmierbar.

Hier einige Beispiele:

Die HFX Vista GP remote control dürfte recht schick sein, und ist auch günstig (29€) – aber ist sie auch programmierbar?
HFX Vista GP remote control
Optisch erinnert diese sehr stark an die Remote Control for Windows® Media Center von Conceptronic, die auch frei erhältlich ist, aber auf Funkbasis (2.4GHz) funktioniert.
HP legt seinen Touchsmart All-in-One PCs schicke Media Center Fernbedienungen bei, die natürlich auch einzeln nicht erhältlich sind:
HP Touchsmart Media Center Remote Control
Funk Fernbedienung - hässlich
Vereinzelt – z.B. bei Hush, bekommt man potthässliche Funk - Fernbedienungen, die eine Reichweite von 70cm (!) kaum übersteigen.
Programmierbar ist da natürlich auch nichts.
 
Sony Vaio TP Fernbedienungen
Den Wohnzimmer PC’s der Sony Vaio TP Serie, erhältlich in schwarz und weiß liegen in der Regel ordentlich, optisch ansprechende Media Center Fernbedienungen bei, die aber weder programmierbar noch einzeln erhältlich sind.
Scaleo EV(i)
Fernbedienungen, die dem Fujitsu Scaleo EVi beiliegen – links die alte (das hässliche Entlein), dass man bei einigen anderen Marken auch, z.T. heute noch bekommt, rechts die neuere, optisch etwas  ansprechendere- beide sind nicht programmierbar.
Die Fernbedienung ist natürlich nur mit Scaleo EVi Systemen, und nicht einzeln erhältlich.
Die linke der beiden lag zeitweise auch Acer iDea Media Center Systemen bei.
Mini Fernbedienungen, die im Laptop verschwinden, bieten einige Hersteller:
Fujitsu Amilo Mini-Fernbedienung für Windows Media Center  Fujitsu Amilo Mini-Fernbedienung für Windows Media Center

HP Touchsmart tx2 Mini-Fernbedienung für Windows Media Center   HP Touchsmart tx2 Mini-Fernbedienung für Windows Media Center
Hauppauge Fernbedienung 
Hauppauge Fernbedienung, liegt Hauppauge Media Center Kits bei. Nicht programmierbar.
Pinnacle PCTV Remote Kit for Windows Vista
Pinnacle hatte unter dem Namen PCTV Remote Kit eine Fernbedienung samt IR Empfänger im Sortiment 
Diese sieht exakt gleich aus wie die Hauppauge Fernbedienung, nur ist (war) sie auch einzeln erhältlich. Nach der Übernahme von Pinnacle’s TV Karten durch Hauppauge, scheint das Remote Kit nicht mehr erhältlich zu sein


Fazit: Nachdem es Microsoft-Partner nur schwer oder gar nicht schaffen, eine adäquate und mit der guten alten XP Media Center Remote vergleichbare Fernbedienung auf den Markt zu bringen, sollte Microsoft das endlich wieder selbst in die Hand nehmen und wieder eine eigene Media Center Fernbedienung, am besten rechtzeitig zum Launch von Windows 7 anbieten! Die Hoffnung stirbt zuletzt. Bis dahin ist die Philips SRM-5100/10 zu empfehlen (so lange noch erhältlich), dann eventuell die HFX Vista GP remote control oder die optisch fast gleiche Funk-Variante von Conceptronic.

Multituner Support in Windows 7 und Performance Test mit 7 Tunern

Laut Mike Hayton aus dem Media Center Team von Microsoft wird Windows 7 vier Tuner pro Typ unterstützen, und das bereits ab Windows 7 Home Premium. Also z.B. 4 x DVB-T, 4 x Kabel Analog, 4 x DVB-S/2

Wozu um alles in der Welt braucht man 4 oder gar mehr Tuner?

Ein Grund sind natürlich mehrere Aufzeichnungen, die sich vielleicht auch noch ungünstig überschneiden. Windows Media Center erlaubt ja auch das Aufzeichnen nach Stichwort oder Schauspieler. So kann man z.B. alles mit dem Stichwort “Oper” oder “Football” oder alles mit dem Stichwort “Johnny Depp” oder “Anna Netrebko” aufnehmen. Wenn man diese Funktion nutzt kommen schnell mal 4 oder mehr gleichzeitige Aufzeichnungen zusammen, zumal ja auch DVB-S Radio mit einbezogen wird.
Ein weiterer Grund sind (mehrere) Media Center Extender in anderen Räumen. So kann eine 4-köpfige Familie schnell mal 4 Tuner belegen, wenn z.B. je eines der beiden Kinder im Kinderzimmer auf der XBox Live-TV schaut, und am Media Center PC im Wohnzimmer die Eltern gerade Live-TV schauen und gleichzeitig eine Aufnahme läuft.
So gesehen mag 4 Tuner pro Type, insgesamt also 12, zwar viel klingen, ich würde es aber lieber sehen, wenn z.B. 8 oder 12 DVB-S Tuner unterstützt werden- Von der Performance her sollte das ja keinen Unterschied machen.
Es bleibt abzuwarten, ob das Limit wenigstens mit einem Registry Hack ‘raufsetzen kann.

Performance Test mit 7 Tunern

Mir stehen leider nur 7 Tuner für einen Performance Test zur Verfügung:

  • 2xDVB-T mittels 2 Stk. Hauppauge HVR1700
  • 2xAnalog Kabel mittels 1 Hauppauge HVR 2200 Dual Tuner
  • 3xDVB-S und DVB-S2 mittels FireDTV S2

Das Ergebnis: Spürbare Performanceprobleme gab es auch bei 7 gleichzeitigen Aufnahmen nicht, wobei 3 der Aufnahmen sogar in HD waren!

7 Aufnahmen gleichzeitig

Mit dem Ressourcenmonitor kann man sehr schön die Auslastung der Systemressourcen beobachten (Klicken zum Vergrößern):

Performance 7 Tuner unter Windows 7 RC

Meine größte Sorge war die Festplattenperformance – hier sieht man schön wie bei 7 Aufzeichnungen 7 ehrecvr.exe Prozesse die Daten auf die Platte schaufeln. Selbst bei 12 HDTV Streams sollte es da zu keinem Engpass kommen, da eine moderne Festplatte im Schnitt 80 MB/s wegschreiben kann, die schnellste schafft sogar 126,5MB, die langsamste immer noch 31,8MB

Performance 7 gleichzeitige Aufzeichnungen ehrecvr.exe

Fazit: Keinerlei Performanceprobleme – schade dass die Anzahl der Tuner pro Typ auf 4 begrenzt werden soll.

Microsoft Innovation Day

Microsoft Österreich verleiht heuer erstmals den Innovation Award an besonders innovative Softwareprojekte und zeigt ca. 200 geladenen Gästen im neuen “Microsoft Innovation Center” auch die eigenen Produkte (darunter Windows 7 und Microsoft Surface) und die Produkte von Partnern. Übergeben wird der Preis von Dr. Johannes Hahn, Bundesminister für Wissenschaft und Forschung.

Ich zeichne für den Windows 7 Showroom verantwortlich, der eine Dauereinrichtung im Microsoft Innovation Center werden soll. Für den Showroom habe ich wieder einmal ein “Networked Home” gemeinsam mit unseren Partnern aufgebaut. Zeigen werde ich dort unter anderem:

  • Windows 7 Media Center – jetzt mit HDTV, MP4 Support, Filmbibliothek, verbesserten Musik & Foto Galerien
  • BlueRay direkt im Windows Media Center mit Cyberlink’s neuer Version PowerDVD 9 mit einer Upscaling Engine für SD Content
  • Windows 7 Multitouch
  • Windows 7 auf Netbooks
  • Windows 7 “Play-To” für Media Streaming von Raum zu Raum – auch auf einen Sonos Zoneplayer, oder auf die XBox 360
  • Media Center Extender (XBox 360) jetzt ebenfalls mit HDTV und MP4 Support

Die Veranstaltung wird ab 18:30 live in’s Web gestreamt:

Um auf Fullscreen zu wechseln mit rechter Maustaste in
das Bild klicken > Zoom > Vollbild

Es wird sicher sehr spannend – ich werde berichten!

Weitere Informationen unter: www.innovationaward.at

Windows Home Server Power Pack 2 ist da

Microsoft veröffentlichte vor wenigen Tagen das Powerpack 2 für Windows Home Server auch auf Deutsch und das ist für mich Grund genug dieses Update ein wenig näher in Augenschein zu nehmen!
Windows Home Server mit Power Pack 2
Zur Erinnerung, was ein Windows Home Server überhaupt ist, kann man sich diesen Post von mir zu Gemüte führen. Die Neuerungen in Powerpack 1 beschreibe ich hier.
Und was ist ein Power Pack überhaupt? Eine Mischung aus Feature Pack und Service Pack einerseits, der Name “Power Pack” sei andererseits auch etwas Konsumenten-tauglicher, heißt es von Microsoft.

Windows Home ServerDie Änderungen auf einen Blick:
Neu: Windows Media Center Connector
Media Sharing – Unterstützung für MP4 Audio/Video Files
Remote Access – Konfiguration überarbeitet
Home Computer Backup – Bugfix: Restore bricht zwischen 79% und 81% ab
Home Server Backup – Verhindert Überschreiben des Connector
Server Storage, Shared Folders – Dateigrößenbeschränkung, CPU-Auslastung

Installation

Die Installation erfolgt automatisch über Windows Update:
Home Server Power Pack 2 Installation über Windows Update

Danach ist ein Neustart des Home Servers erforderlich.

Als nächsten Schritt muss auf allen PC’s der Home Server Connector aktualisiert werden.
Dies passiert glücklicherweise automatisch.

Windows Home Server Connector Upgrade

Leider ist aber auch ein Neustart der Clientcomputer erforderlich:

Windows Home Server-Connector-Upgrade - Neustart

Windows Media Center Connector

Die wohl interessanteste Neuerung in PP2 (im Vergleich zum PP1 eher ein Mini-Power-Päckchen) ist das neue Feature Windows Media Center Connector.

Nun ist es ja nicht so, dass man nicht schon in der Vergangenheit von einem Windows Media Center PC oder Extendern aus auf am Homeserver gespeicherte Daten (Musik, Videos, Fotos, TV-Aufzeichnungen) zugreifen konnte, nur der Aufwand dies zu konfigurieren war nicht gerade gering.

Also was macht nun der Windows Media Center Connector genau, um die beiden Produkte näher zusammen zu bringen?

Im Grunde stellt er einfach automatisch alle Home Server Freigaben in Windows Media Center dar, wenn auf dem PC die Connector SW installiert ist, weiters legt er eine Serverfreigabe ‘TV-Aufzeichnungen’ am Home Server an.

Am Client, auf dem Windows Media Center läuft, wird man automatisch aufgefordert, den Connector zu aktivieren, oder kann die Installation über das Startmenü anstarten:

Windows Home Server - Windows Media Center-Connector - StartmenüWindows Home Server - Windows Media Center-Connector - Setup 1

 Windows Home Server - Windows Media Center-Connector - Setup 2Windows Home Server - Windows Media Center-Connector - Setup 3

Das assistentengesteuerte Setup des Windows Media Center Connectors ist rasch erledigt, erfordert aber einen Neustart.

In der Home Server Konsole befindet sich nun auch eine neuer Einstellungsdialog, wo man konfigurieren kann, auf welche Ordner vom Media Center (und seinen Extendern!) zugegriffen werden darf:

Windows Home Server - Windows Media Center-Connector - Zugriff

Der TV-Aufzeichnungen Ordner dient hier nicht etwa dazu, um direkt, live auf den Homeserver aufzuzeichnen (das ist nach wie vor nicht supported) sondern nur dazu, dorthin kopierte oder verschobene TV-Aufzeichnungen in der Media Center Oberfläche darzustellen.

Also eigentlich nichts was man nicht mit ein paar Handgriffen schon vorher konnte- aber doch wesentlich kompfortabler.

Media Sharing

Auch hier nichts, was nicht vorher schon manuell möglich gewesen wäre:
”Auf dem Heimserver gespeicherte Inhalte, die über Windows Media Connect freigegeben werden, u. a. Dateien mit den Erweiterungen .mp4, .m4v, .m4b und .m4a, werden nun in der Musik- oder Videobibliothek mit Metadaten zu Titel, Interpret, Komponist, Album und Genre angezeigt.”
Wer den integrierten UPnP Server in WHS verwendet, kann also nun diverse MP4 Audio&Video-Daten freigeben und auf einen UPnp Streaming Client, die XBox 360 oder Windows 7 Media Center / Media Player 12 streamen. Windows 7 Media Center und Media Player 12 unterstützen ja nun auch MP4, und das sogar ziemlich gut.

Wer lieber Alternative UPnP Server wie Asset oder Twonky einsetzt, ist von diesem Update nicht betroffen.

Remote Access

Der Einstellungsdialog für den Remotezugriff und die Assistenten für dessen Erstkonfiguration und Reparaturen  wurden überarbeitet und vereinfacht und ein im Web gehosteter Diagnosedienst kann nun überprüfen, ob mein Home Server vom Internet erreichbar ist.
Windows Home Server - Remote Access Windows Home Server - Remote Access

Home Computer Backup

Ein Bug, der bei manchen Home Server Anwendern dazu geführt hatte, dass die Wiederherstellung zwischen 79% und 81% hängen blieb, wurde behoben.

Home Server Backup

Das Update verhindert, dass bei einem Home Server Restore ein älterer Connector wiederhergestellt und dann auf die Clients verteilt wird.

Server Storage und Shared Folders

Früher gab es eine Beschränkung, dass Dateien, die auf den Home Server kopiert wurden, nicht größer sein durften, als der freie Speicher auf der Primärpartition des WHS, auch wenn der Speicher der anderen, mittels Drive Extender verwalteten Festplatten ausreichte.

Weiters haben bislang Benachrichtigungen zu Dateien, die in freigegebenen Ordnern gespeichert sind, eine hohe CPU-Auslastung auf dem Heimserver bzw. bei Anwendungen, die auf die freigebebene Dateien zugreifen, verursacht. Dieses Problem wurde ebenfalls behoben.

Home Server v2?

Jede Verzahnung zwischen Home Server und Media Center finde ich gut! – Wobei es mir aber am liebsten wäre, die beiden Produkte wären überhaupt kombiniert – Gerüchte, dass das in Home Server v2 (angeblich Codename “Vail”) geplant sein könnte, gibt es ja nach wie vor. Berichten von Microsoft Mitarbeitern zu Folge, wird Home Server v2 erst im Jahr 2010, nach dem Release von Windows 7 und Windows Server 2008 R2 erscheinen. Ich darf daher davon ausgehen (Spekulation), dass dieser auf Windows 7 / Windows Server 2008 R2 basieren wird, und hoffe nach wie vor sehr stark, dass die Windows Media Center Features von Windows 7 drin bleiben – sodaß meine beiden Lieblings(Consumer)Produkte Windows Media Center und Windows Home Server endlich verschmelzen.

Fazit

Hätte man das erste kostenlose Upgrade zu Windows Home Server nicht zu recht als “Power Pack 1” bezeichnet – hätte man bei diesem ruhig beim Namen Service-Pack bleiben können, denn wirklich neue Features bringt es eigentlich nicht. Einerseits erleichtert es Dinge, die man früher mühsam manuell machen musste, andererseits werden Bugs behoben.
Ein “Powerpäckchen” halt, das aber auf jeden Fall den Einsatz eines Windows Home Servers auch für den ONU noch einfacher macht – bei den momentan unglaublichen Preisen z.B. des Scaleo Home Server von Fujitsu Siemens, eine überlegene Alternative zu jeder NAS.

6 Tuner in Windows Media Center

Endlich habe ich meine Sat Schüssel – nun kann ich wirklich alle in Windows Media Center unterstützten Empfangsarten nutzen und testen:

  1. DVB-T (digital terrestrisch)
  2. Kabel (analog)
  3. DVB-S (Satellit Digital)

Und so schaut das beim Setup in Windows Media Center mit TV Pack 2008 aus:

6Tuner

Weitere Erfahrungsberichte folgen!

Wohnzimmer-PC ClubDigitalHome.at Edition bei DiTech

Ab sofort gibt es unter Angebotsnummer 8101020119 bei DiTech einen von mir konfigurierten Wohnzimmer-PC für ClubDigitalHome.at Mitglieder (bei Vorlage der Clubkarte).

Mein Ziel war es einen leisen, zuverlässigen und leistungsfähigen Media Center PC zu konfigurieren, allerdings zu einem vernünftigen Preis, also je nach TV-Tuner Ausstattung zwischen EUR 950,- und EUR 1150,-image

Ohne TV Karten kommt das von mir konfigurierte System auf EUR 933,68
Die Wohnzimmer-Entertainment-Zentrale verfügt über BluRay, HDMI und HDCP (bis Full-HD), ein edles HiFi-Gehäuse von Thermaltake mit Front-Display.

TV Karten sind nicht dabei, da man je nach Empfangsart unterschiedliche TV Karten ergänzen sollte.

Für Analog-Kabel empfehle ich die HVR 2200 von Hauppauge, für DVB-Teine oder mehrere HVR 1700 und für DVB-S eine oder mehrere FloppyDTV MCE (oder FloppyDTV S2) von der Kärntner Firma DigitalEverywhere, (wo Clubmitglieder auch Sonderkonditionen haben).

Eine ClubMitgliedschaft beim ClubDigitalHome bietet viele Vorteile – in dem Fall kommen neue Mitglieder natürlich auch in den Genuss dieses Aktionsgerätes, bei nur 39€ Jahresmitgliedsbeitrag auf jeden Fall immer noch ein “Schnäppchen”.

Die ersten Wohnzimmer PCs mit Windows Vista sind gelandet

Die ersten Home Entertainment PC’s mit Windows Vista sind eingetroffen, und das möchte ich zum Anlass nehmen, diese kurz vorzustellen. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass die Auswahl der hier vorgestellten Modelle keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, bis zum Erscheinen dieser Ausgabe können natürlich weitere Modelle verfügbar sein.

pivo by habnixSelbst nutze ich Microsoft’s Media Center seit etwa 3 Jahren auf einem selbstgebauten Media Center PC namens „PIVO“ in einem CoolerMaster Gehäuse. Ich bin ganz zufrieden damit, musste aber bald erkennen, dass man einfach als Bastler vieles nicht einfach und kostengünstig realisieren kann, was Komplettsysteme von Markenherstellern aber sehr wohl bieten können.
Anschlussvielfalt, Formfaktor, Frontdisplay, Lärmentwicklung, Stromverbrauch sind nur einige Themen um die man sich nicht kümmern muss, wenn man ein fertiges Media Center von Sony, Fujitsu Siemens oder Acer kauft. Dafür sind selbstgebaute Media Center PC’s aber leichter erweiterbar. Mein nächster Wohnzimmer PC wird also einer von einem Markenhersteller, das ist schon fix.

Seit ungefähr November/Dezember 2006 setze ich Windows Vista als Media Center Plattform ein. Im Gegensatz zu Windows XP, wo man eine eigene „Windows XP Media Center Edition“ benötigte, die in der Regel nur als OEM und SystemBuilder Version verfügbar war, kann man unter Windows Vista die Funktion Media Center unabhängig vom Vertriebskanal nutzen. Voraussetzung ist, dass es sich um die Edition „Home Premium“ oder „Ultimate“ handelt.

Aufpoliert, wurde das – auch unter XP schon mehrfach wegen seiner guten Usability ausgezeichnete – Media Center User Interface, welches auf die Bedienung mit Fernbedienung optimiert ist.

So wurde dieses Interface auf 16:9 Breitbilddarstellung optimiert (funktioniert aber weiterhin auch auf 4:3 Fernsehern einwandfrei). Eine weitere Neuerung unter Windows Vista ist die Einbeziehung der indizierten Suche in das Media Center, sodass man ohne weiteres auch Musiksammlungen mit hunderttausenden Musiktiteln schnell durchblättern oder –suchen kann.

Wie wohl allgemein bekannt ist, braucht Windows Vista allerdings etwas mehr Power als Windows XP und so musste ich mein uraltes Windows Media Center „PIVO“ aufrüsten:
2 Dinge reichten aus: Speicher von 512 auf 1024MB aufrüsten und die schnellste AGP Karte die zu einem vernünftigen Preis zu bekommen war (Radeon X1600).

Das ganze läuft rund und ohne gröbere Probleme, auch mit einer XBox 360 als Extender. Auch High Definition (720p) Ausgabe über HDMI (mittels DVI auf HDMI Adapter) von Quellen in WMV-HD / VC-1 und H.264 laufen ohne Performanceprobleme. Für ein Blue-Ray oder HD-DVD Laufwerk wird die Leistung aber vermutlich nicht reichen, und HDCP Unterstützung fehlt auch.

Kurz: Ein neues Media Center – natürlich mit Windows Vista – muss her! Doch was soll es werden?

Zur Auswahl stehen derzeit diese 4 Kandidaten:

  • Fujitsu Siemens Scaleo EV
  • Acer Aspire iDea 510
  • Sony VGX-XL301 oder 302

Ich selbst habe für mich noch keine Entscheidung getroffen, ich konnte die Systeme auch noch nicht testen, und kann daher an dieser Stelle nur auf schöne Bilder und eine Aufstellung der technischen Daten verweisen.

In den nächsten Wochen werde ich das eine oder andere Gerät testen können, dann kann ich vielleicht einige Testergebnisse und meine Entscheidung im ClubComputer Forum darlegen. Bis dahin hoffe ich vielleicht im Forum auf eine kleine Diskussion und einen Meinungsaustausch zu diesen Geräten!

image2
Mit dem Fujitsu-Siemens Scaleo EV bringt der deutsch-japanische Hersteller den Nachfolger des erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten Scaleo E auf den Markt. Mit dem stärksten Prozessor würde ich ein gutes Preis-Leistungsverhältnis attestieren, wäre er nicht der einzige mit nur einem TV Tuner – der Dual Tuner ist allerdings optional erhältlich. 

Aus sehr guter Quelle ist mir zu Ohren gekommen, dass Fujitsu Siemens Österreich den aktuell lieferbaren Scaleo EV in Österreich bis auf weiteres nicht mehr aktiv verkaufen bzw. vermarkten will.
Über diverse Händler, die ihn vermutlich über deutsche Distributoren beziehen, ist er aber sehr wohl in Österreich erhältlich. Alleine bei geizhals.at sind derzeit 12 Angebote zu finden.
Am kleinen österreichischen Markt ist der Scaleo wahrscheinlich zu sehr ein Nischenprodukt, und man will vermutlich seitens FSC Österreich auf den Nachfolger warten, bevor man einen neuen (Marketing-) anlauf wagt.
Den neuen Scaleo EV wird es ab Jahresende in 2 Varianten geben, nämlich den EV2555 und EV2565. Er soll statt mit Intel X3000 OnBoard Grafik nun mit ATI HD2600(256MB) Grafikpower an den Start gehen, und damit wesentlich besser für Windows Vista geeignet sein. Auch die Festplattenkapazität soll laut mceBlog weiter erhöht werden (250-500GB statt 160-320GB) und das EV2565 Modell soll über ein Blueray Laufwerk verfügen. Dieses soll aber erst im Dezember kommen und wird damit das Weihnachtsgeschäft wohl verpassen. Für mich auf jeden Fall ein Grund zu warten und meinem 4 Jahre alten Media Center gut zuzureden, noch ein paar Monate durchzuhalten.

aspire idea frontal cmyk
Der Acer iDea 510 besticht durch sein Äußeres und seine geringe Höhe und durch sein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Die verwendete Mobiltechnologie dürfte Probleme mit Hitze, Lärm und Stromverbrauch gut kontrollieren. 2 TV Tuner serienmäßig und HDMI mit HDCP sind auch eine feine Sache.
Wie Udo Sachansky von mce-community.de berichtet, soll auch Acer mit zwei neuen iDea Modellen auf den Markt kommen. Der iDea 511 unterscheidet sich kaum vom aktuellen iDea 510, der Acer Aspire iDea 520BD hingegen kommt mit integriertem Blu-ray Disc Slot-in Laufwerk und anständiger Leistung: Er soll mit Dual Core Prozessor T5500, 2 GB Hauptspeicher, einer ATI M76M Grafikkarte mit 512 MB Speicher und einer 500 GB Festplatte ausgestattet sein.


Der Sony Vaio VGX-XL301 hat eine relativ hohe Bauform (er ist fast doppelt so hoch wie der Acer), sieht aber optisch auch recht nett aus, er hat standardmäßig 2GB RAM, und genau wie der Acer 2 Tunerkarten. Das Preis/Leistungsverhältnis ist dennoch nicht ganz so ideal wie beim Mitbewerb, aber wahrscheinlich zahlt man hier die Home Entertainment Marke Sony mit.

Für € 900,-- mehr bekommt man den VGX-XL302 der zusätzlich ein BlueRay Laufwerk, eine zweite 250 GB Festplatte und einen etwas schnelleren Prozessor hat.

Die technischen Daten der verfügbaren Geräte der drei Hersteller im Vergleich:
Technische Daten

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Über den Autor

MCTS

Christian Haberl Christian Haberl ist seit mehr als 10 Jahren als EDV Berater, Vortragender und Trainer tätig. Er kann sich nicht für ein Spezialgebiet entscheiden, drum heißt dieser Blog auch "Kraut & Rüben Blog" - Unter seine Interessen fallen Web-Entwicklung auf ASP.NET Basis, Information Worker & Productivity Technologien (Windows, Office), Server (Windows Server, Small Business, Virtualisierung, Exchange), Scripting, Spam Filtering/Security und Digital Home. Christian Haberl ist auch einer der führenden Produktspezialisten für Windows Media Center und Windows Home Server und ist Direktor des ClubDigitalHome.
Im Jahr 2008 hat Christian Haberl über 200 Vorträge und Schulungen durchgeführt.
Im Frühjahr 2009 wurde Christian Haberl von Microsoft Österreich zum "Influencer" ernannt, weiters wurde er Microsoft Certified Technology Specialist / Microsoft Certified Connected Home Integrator sowie Microsoft Certified Consumer Sales Specialist.

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