Ist das Surface Pro teuer? – Ein Fact-Check

Gestern wurde angekündigt, dass das Surface Pro in Deutschland und Österreich für 879€ bzw. 979€ (UVP inkl. UST) erhältlich sein wird.
In den Kommentaren in sozialen Medien ist oft zu lesen, dass dies “teuer” sei.

Also stellte ich mir die Frage: “Ist das Surface Pro teuer?”

Um diese Frage beantworten zu können, muss man es natürlich mit seinesgleichen vergleichen. Doch kann man das überhaupt? Surface Pro ist ja nach genauerer Betrachtung fast eine Kategorie für sich. Die Leistung eines Ultrabooks der Business-Liga kombiniert mit dem Formfaktor eines Tablets. Für ein Ultrabook sehr leicht, für ein Tablet eher schwer. Für ein Ultrabook ist die Akkuflaufzeit hoch, für ein Tablet eher niedrig. Für ein Tablet ist die Leistung dafür extrem hoch, für ein Ultrabook immer noch im guten oberen Mittelfeld.

Das Surface Pro bewegt sich also ein wenig zwischen diesen beiden Welten. Während das Surface RT noch mehr Tablet ist als PC, ist das Surface Pro schon mehr PC als Tablet:

image

 

 

Nur zur Erinnerung: Ein Surface Pro verfügt über eine cor i5 CPU mit Intel HD4000 Grafik, 4GB Arbeitsspeicher, 10,6” Full HD Panel (1920x1080), Display Port- und USB3.0-Anschluss, TPM-Chip, Dual Digitizer (10 Punkt Finger- und druckempfindliche Stifteingabe), microSDXC Slot und das ganze bei einem geringeren Gewicht (nur 908g) als das Mac Book Air 11.

Man kann das Surface Pro zwar mit kaum einem anderen Gerät direkt vergleichen, aber man kann wenigstens zwei Geräteklassen hernehmen, wo man es (mit Abstrichen) vergleichen kann: Intel Core i5 Tablets zwischen 10” und 11,9”. Und Intel Core i5 Ultrabooks zwischen 10” und 11,9” jeweils wenn möglich mit 4GB RAM und 64GB oder 128GB Storage und - wenn möglich - mit Full HD Display und in der Gewichtsklasse zwischen 900g und 1250g.

Nun denn, diese Geräteliste kommt also für einen direkten Vergleich in Frage:
Acer Iconia Tab W700P, Samsung ATIV Smart PC Pro, Sony Vaio Duo 11, Lenovo Thinkpad Helix, ASUS Taichi21, Acer Aspire S7, HP Elitebook Revolve, Macbook Air

Zunächst habe ich mir das MacBook Air 11 etwas genauer angesehen, da es Microsoft selbst immer wieder gerne für Vergleiche heranzieht.
Wenngleich es kein Tablet ist, ist es von Gewicht, Dicke und Bildschirmgröße sehr ähnlich, und von den Leistungsdaten her beinahe identisch (Core i5, 4GB Speicher,  64-128GB Storage) und genau wie das Surface Pro im Premium Segment angesiedelt:

  Surface Pro
64GB
Surface Pro
128GB
MacBook Air 11 64GB MacBook Air 11 128GB
Prozessor 1.7GHz Intel Core i5 1.7GHz Intel Core i5 1.7GHz Intel Core i5 1.7GHz Intel Core i5
Grafikkarte Intel HD Graphics 4000 Intel HD Graphics 4000 Intel HD Graphics 4000 Intel HD Graphics 4000
Arbeitsspeicher 4GB RAM 4GB RAM 4GB RAM 4GB RAM
Speicherplatz in GB (Base=1000) 64GB 128GB 64GB 128GB
Freier Speicher in GiB (Base=1024) 30GiB (ca. 37,8GiB nach Löschen der Recovery Partition) 89,7GiB (ca. 97,5GiB nach Löschen der Recovery Partition) ca. 36GiB je nach Modell ca. 95GiB - 99.5GiB
Bildschirmdiagonale 10.6” 10.6” 11.6” 11.6”
Auflösung 1920x1080 1920x1080 1366x768 1366x768
Touchscreen 10-point multi-touch & Stift 10-point multi-touch & Stift No No
Formfaktor Tablet with integrated Kickstand Tablet with integrated Kickstand Clamshell notebook Clamshell notebook
Dicke an der dicksten Stelle 13,5mm 13,5mm 17mm 17mm
Gewicht 907g 907g 1080g 1080g
Gewicht mit Touch Cover 1107g 1107g 1080g 1080g
Gewicht mit Type Cover 1124g 1124g 1080g 1080g
Akkulaufzeit knapp 5h (4h58 lt. PCMag) knapp 5h (4h58 lt. PCMag) bis zu 5h (lt. Apple) bis zu 5h (lt. Apple)
Tastatur Touch or Type Cover (separat erhältlich) Touch or Type Cover (separat erhältlich) Full-size backlit keyboard Full-size backlit keyboard
UVP inkl. MWSt € 879,00 € 979,00 € 999,00 € 1 099,00
UVP inkl. Touch Cover € 998,00 € 1 098,00 € 999,00 € 1 099,00
UVP inkl. Type Cover € 1 008,00 € 1 108,00 € 999,00 € 1 099,00

 

Sehen wir uns mal die 128 GB Variante im Vergleich mit weiteren vergleichbaren Geräten an:

Geräte mit Core i5, 4GB RAM, 128GB Storage, 10-12" FHD Display
         
  Preis UVP inkl. MWSt Preis inkl. Keyboard UVP inkl. MWSt Preisdifferenz UVP inkl. MWSt. inkl. Keyboard Einschränkung
Surface Pro 128GB € 979,00 € 1 098,00 € 0,00  
MacBook Air 11 128GB € 1 099,00 € 1 099,00 € 1,00 kein FullHD Display,
kein Touchscreen
MSI Slider S20 € 999,00 € 999,00 -€ 99,00  
Acer Iconia Tab W700 € 899,00 € 899,00 -€ 199,00  
Acer Iconia Tab W700P
€ 1 022,00 € 1 022,00 -€ 76,00  
Acer Iconia Tab W701 € 1 008,00 € 1 008,00 -€ 90,00  
Acer Iconia Tab W701P
€ 1 150,00 € 1 150,00 € 52,00  
Acer Aspire S7 € 1 049,00 € 1 049,00 -€ 49,00 Tastatur fix
Samsung ATIV Smart PC Pro € 1 229,00 € 1 229,00 € 131,00  
Sony Vaio Duo 11 € 1 199,00 € 1 199,00 € 101,00  
Lenovo Thinkpad Helix € 1 799,00 € 1 799,00 € 701,00  
ASUS Taichi21 € 1 209,00 € 1 209,00 € 111,00  
HP Elitebook Revolve € 1 699,00 € 1 699,00 € 601,00 kein FullHD Display
         
Anzahl Geräte Günstiger
als Surface Pro 128GB
1 5    
Anzahl Geräte Teurer
als Surface Pro 128GB
11 7    

 

Fazit –

Rechnet man das Keyboard nicht mit, ist nur ein einziges vergleichbares Gerät günstiger als das Surface Pro 128, nämlich das Acer Iconia W700.
Rechnet man fairerweise das Keyboard mit, liegt das Surface Pro im unteren Mittelfeld – 5 Geräte sind günstiger (wobei 3 davon der Acer W7 Serie angehören) und 7 sind teurer. Im Mittel ist das Surface Pro mit Touch Cover um ca. 91€ günstiger als der Durchschnittspreis aller vergleichbaren Geräte.

Noch eine Frage bekomme ich oft zu lesen: “Aber wieso ist es bei uns soviel teurer als in den USA?”

Ist es das? Leider wird hier immer wieder vergessen, dass in den USA die Preise ohne Mehrwertsteuer angegeben werden, bei uns aber 20% MWSt (bzw. 19% MWst in Deutschland) enthalten sind:

  Surface Pro 64 Surface Pro 128
USD exkl. MWSt. $                 899,00 $              999,00
US-Preis in EUR exkl. MWSt.                   698,00                775,50
EUR Preis inkl. MWSt                   879,00                979,00
EUR Preis exkl. MWSt.                   732,50                815,83
Preisdifferenz                     34,50                   40,33
Preisdifferenz in % 4,7% 4,9%

 

Das Surface Pro ist also bei uns nur 35€ bzw. 40€ teurer als in den USA (knapp 5%). Wenn man bedenkt, dass bei der Preisbildung noch andere Faktoren eine Rolle spielen, als der Umrechnungkurs und die Mehrwertsteuer, ist das sicher nicht “viel”.

Surface Windows RT zurücksetzen

Geht gar nichts mehr? Passwort vergessen?
Surface RT oder andere Windows RT Geräte lassen sich so zurücksetzen:

1. Hochfahren bis zum Anmeldebildschirm, Sperrbildschirm evtl. wegklicken bzw. mit Enter-Taste wegdrücken 1
2. Shift-Taste halten (*) und gleichzeitig Ausschalt-Button (rechts unten) anklicken. Während die Shift-Taste noch immer gehalten wird, “Neu Starten” anklicken. 2
3. Das Gerät wird neu gestartet und landet danach im “Erweiterten Startmenü” 3
4. Im erweiterten Startmenü “Problembehandlung” auswählen. 4
5. Option “Originaleinstellung wiederherstellen” auswählen um das Gerät auf den Auslieferungszustand zurückzusetzen. 5
6. Ein letztes Mal bestätigen 6
7. Die Wiederherstellung wird jetzt ausgeführt 7
     
(*) Sollte man keine Tastatur zur Hand haben, kann man in Schritt 2 die Shift-Taste mit der Bildschirmtastatur drücken. Bildschirmtastatur 1
    Bildschirmtastatur 2
     
  Sollte man gar nicht bis zum Anmeldebildschirm kommen, etwa weil die Installation beschädigt ist, bleibt zu hoffen, dass das Gerät beim Starten die automatische Reparatur vorschlägt und so das Zurücksetzen (ab Schritt 5) ermöglicht wird. Zur Not so lange beim Hochfahren immer wieder mittels Power-Taste abschalten (“abwürgen”) bis diese Option irgendwann kommt. Automatische Reparatur
  Kommt man weder über den Anmeldeschirm und die oben beschriebenen Schritte zur Wiederherstellung, noch über die Automatische Reparatur, muss man das Gerät einschicken. Eine Wiederherstellung mittels Wiederherstellungsdatenträger/USB-Stick, Neuinstallation etc. ist ja nur bei Windows 8-Geräten möglich, nicht bei Windows RT.  
     

Meine Anleitung bezog sich auf eine Wiederherstellung, wenn man sich nicht mehr anmelden kann. Kann man sich bei Windows anmelden und will das Gerät zurücksetzen, ist natürlich auch diese Anleitung möglich:
http://www.microsoft.com/surface/de-DE/support/warranty-service-and-recovery/how-do-i-restore-refresh-or-reset-surface

PS: Die beschriebenen Methoden sind auch auf Windows 8-Geräten anwendbar, dort hat man aber zusätzliche Optionen wie die Wiederherstellung mittels Wiederherstellungsdatenträger/USB-Stick, Neuinstallation etc.

PS2: Dies ist ein privater Blog, den ich in meiner Freizeit betreibe. Obwohl ich beruflich als Trainer für Microsoft tätig bin, und alle Informationen nach bestem Wissen und Gewissen richtig sein sollten, übernehme ich keine Gewähr für die Angaben, und ersuche um Kommentare, sollten sich Fehler eingeschlichen haben.

Windows RT Tablets vs. Windows 8 Tablets vs. iPads

12475d1358247932-microsoft-surface-pink.jpg[1]Ich bin im Besitz sowohl eines Surface RT als auch eines Sony Vaio Duo 11 mit Windows 8 Pro. iPad Erfahrungen habe ich auch (derzeit habe ich keins). Und über Erfahrungen mit früheren stiftbasierten Tablet PCs verfüge ich auch. Ein Surface Pro mit Windows 8 durfte ich ebenfalls schon in der Hand halten.

In Kommentaren im Web, auf Facebook und auch in persönlichen Gesprächen kommt immer wieder die Frage auf: “Wozu Windows RT?” oder “Ich warte auf das richtige (sic) Surface mit Windows 8”

Doch ist Windows RT wirklich nur ein “abgespecktes” Windows 8, das auf ARM Prozessoren läuft, oder bietet es gar Vorteile, die man bei diesem Vergleich auf den ersten Blick nicht in die Kalkulation einbezieht.

Die Vorteile von Windows RT

  • Die Akkulaufzeit auf einem Tablet mit Windows RT ist mit Windows 8 und herkömmlichen x86 Prozessoren kaum zu erreichen. Mein Surface RT etwa läuft über 8 Stunden durchgehend und bleibt mehrere Tage im Standby. Die ARM Plattform ermöglicht es besonders dünne, leichte und lüfterlose Tablets mit extrem langer Akkulaufzeit zu bauen.
  • Wie ein Smartphone ist ein RT Gerät “immer an” und “immer verbunden” – Der Connected Standby bedeutet, dass ich auf ein Knopferl drücke und das Gerät quasi sofort da ist.
  • Die Einschränkung auf Windows Store Anwendungen stellen für manche auf den ersten Blick einen Nachteil dar, bietet aber in Wahrheit einige wesentliche Vorteile:
    1. Security. Da nur über den Store heruntergeladene Anwendungen ausführbar sind, ist auch die meiste Schadsoftware nicht ausführbar.
    2. Wartung. Was nicht existiert, muss auch nicht gepatcht werden. Ähnliches Argument wie bei Server Core.
    3. Bloatware. Desktop-Betriebssysteme oft von Bloatware, ineffizienten oder schlecht programmierten Programmen, Diensten oder Treiberpaketen verlangsamt, unsicherer, fehleranfälliger oder einfach nur komplexer gemacht. Bei Windows RT gibt es sowas erst gar nicht, und kann es auch per Definition nicht geben.
    4. Nutzungsverhalten. Die Einschränkung auf Windows Store Apps, Office Home & Student und eine Handvoll Desktop Apps, die Windows beiliegen, zwingt mich auch, das Gerät als das zu nutzen, was es ist, ein Tablet, ein mobiler Begleiter.

Was bringt Windows RT im Vergleich zum Beispiel mit dem iPad?

Wenn ich aber doch bis zu einem gewissen Grad eingeschränkt bin, werden jetzt einige fragen, wieso dann nicht gleich zu Android Tablets oder dem iPad greifen?

  • Ich bin zwar im Vergleich zu einem Windows 8-Gerät eingeschränkt (was für mich durch die Nutzung als Zweitgerät/mobilen Begleiter und durch die oben genannten Gründe aber locker aufgewogen wird), aber ganz so viele Einschränkungen wie auf anderen Tablets habe ich natürlich wiederum nicht. Die folgende Liste gilt vor allem im Vergleich zum populären iPad, die meisten Punkte treffen aber auch auf Android-Tablets zu.
  • Windows RT Tablets bieten im Vergleich zu anderen Tablets mit ARM Prozessor (allen voran dem iPad):
    1. Anschlüsse. Datenaustausch mittels USB (normale Größe). präsentieren via Mini-HDMI. Speicher erweitern mittels Micro SD.
    2. Volle Kontrolle über das Dateisystem. Explorer. USB-Stick anschließen, Files hin- und her kopieren. Von jeder Anwendung aus uneingeschränkt auf lokal gespeicherte Files zugreifen (und übrigens auch auf in der Cloud gespeicherte Files).
    3. Mehrere Benutzerkonten. Unter Windows (auch Windows RT) selbstverständlich, auf Android Geräten nur sehr eingeschränkt, und unter iOS gar nicht möglich. Das war das was mich, als ich noch ein iPad hatte, mit Abstand am meisten gestört hat. Multi-User bedeutet für Apple: Kauf jedem in der Familie ein eigenes iPad.
    4. Ein vollwertiges Office, mit allen Funktionen (außer VBA und Add-Ins), geeignet auch für die Bearbeitung komplexer Dokumente und die Bedienung Maus und Tastatur (oder auch Touch) ist in der Home & Student Variante bereits kostenlos enthalten. Kein Bedarf für irgendwelche abgespeckten, Touch-Office-Klone mit stark eingeschränktem Funktionsumfang. Mein gewohntes Office. Dass Outlook fehlt stört mich übrigens nicht – da wären wir wieder beim Thema Nutzungsverhalten. Auf einem Tablet (=mobiler Begleiter) lese ich meine Mails lieber mit der Mail App.
    5. Unterstützung voller Webseiten, samt HTML5 und Adobe Flash. Flash-Unterstützung in ausgewählten Seiten bedeutet zwar nicht, dass man jede beliebige Flash-Seite öffnen kann, ist aber mehr Flash Unterstützung als es das iPad je hatte.
    6. Multitasking Am Desktop sowieso, aber auch in der Startseite, lassen sich zwei Windows Store Apps gleichzeitig, nebeneinander öffnen. Sehr nützlich und am iPad nicht möglich.
    7. Picture Password. Okay, okay. Sicherlich kein alleinstehender Kaufgrund. Aber “Nice to have”

Wozu dann Windows 8?

Wenn doch das alles so toll - bzw. für ein Tablet mehr als ausreichend - ist und in vielen Bereichen (siehe obige 7 Punkte) sogar Vorteile zum Tablet-Mitbewerb bringt, wozu denn dann noch Tablets mit Windows 8 oder Windows 8 Pro? Wozu z.B. das Surface Windows 8 Pro kaufen?

Das mobile Arbeiten ist immer mehr im Vormarsch. In vielen Branchen und für viele Menschen ist es nicht mehr wegzudenken. Für Gute Internetabdeckung, sei es 3G/4G oder WLAN sowie die Trends Consumerization of IT und BYOD (Bring your own device) treiben diesen Trend voran. Zugegeben: Vieles ist bereits mit iPads möglich, auch Geschäftliches. Aber nicht alles, und sehr vieles wird per Definition nicht möglich sein, z.B. alles, was die Leistung eines ARM Prozessors übersteigt, oder die Präzision einer Maus (oder eines Stifts) oder das Eingabetempo einer echten Tastatur erfordert, oder ein gewisses Maß an Kontrolle und Security, Multi-User usw. Die Business-Welt und BYOD besteht halt nicht nur aus Geschäftsführern, die  beim Golfspielen am iPad KPIs und Umsätze mit SAP checken. Viele Anwender brauchen halt auch ganz normale Desktop-Anwendungen und das wird auch weiterhin so bleiben. Und viele Anwender wollen nur ein Gerät, und auch daran wird sich für viele nichts ändern. Eine klare Trennung, hier Consumer dort Business, gibt es nicht. Ein Windows 8 Tablet bietet im Vergleich zum iPad das beste aus beiden Welten. Das hat Microsoft meiner bescheidenen Meinung nach viel, viel besser verstanden als Apple. Microsoft kommt halt auch vom Geschäftskunden, während Apple vom Privatkundengeschäft kommt (iPod, iTunes…)
Das zentrale Verwalten und Absichern von Geräten der Mitarbeiter (und der Daten darauf) ist die größte Herausforderung von BYOD für die IT-Abteilungen in Unternehmen. Mit Windows 8 ist das dank Domain Join, Bitlocker, Gruppenrichtlinien, Network Access Protection, Direct Access u.v.m. uneingeschränkt möglich. Auch die Einschränkung auf (Touch-)Apps aus diversen Stores – egal ob bei iOS im Appstore, bei Android im Playstore oder bei Windows RT im Microsoft Store, ist für viele Geschäftskunden (aber auch nicht wenige Privatnutzer) ein zu großer Nachteil. Ich habe von Fotografen gehört, die mir gesagt haben, es soll auch eine vollwertige Version von Photoshop, Lightroom und Photomatix auf ihren Tablet und sie wollen deshalb kein iPad/Surface sondern ein Surface Pro oder Sony Vaio Duo 11. Stifteingabe, Handschrifterkennung, alle Vorteile die Windows Tablet PCs schon Jahre vor dem iPad hatten, spielen da auch noch hinein. Geschäftskunden, die ihre ERP Clients oder sonstige x86 Branchensoftware auch dem Außendienstler am Tablet mitgeben wollen (oder Außendienstler die eben nicht mehr zwei Geräte – Tablet und PC – herumschleppen wollen). Oder einfach ein mobiler Worker der wirklich mit einem einzigen Gerät auskommen will. So bietet ein Surface Pro etwa einen Displayport Anschluss, USB3.0 uvm. ein Sony Vaio Duo 11 sowohl VGA als auch HDMI und Docking-Station Adapter, beide Full-HD Auflösung und ausreichend Leistung für einen externen Monitor. Wieso also nicht so ein Windows 8 Tablet auch als einzigen Rechner, und auch am Arbeitsplatz nutzen. Es spricht nichts dagegen. Bei einem iPad wäre das hingegen, bis auf sehr wenige Ausnahmen, undenkbar. Ich kenne jedenfalls niemanden, der nur ein iPad hat, beruflich wie privat, am Desktop wie unterwegs.

Fazit

Ein Windows RT Tablet bietet eine Vielzahl der Vorteile aktueller Consumer Tablets (wie lange Akkulaufzeit, connected Standby). Für ein Windows RT Tablet ist imho der Vergleich mit anderen ARM-basierten Tablets wie iPads oder Androiden daher zulässig, wenngleich das RT Tablet viele Vorteile bietet, wie Anschlüsse, Filesystem, Office, u.v.m. (siehe oben). Ein Windows 8 Tablet hingegen ist auch uneingeschränkt “Ready for Business” und sollte imho gar nicht mehr direkt mit iPad oder android verglichen werden, sondern eher mit Business Tablet PCs, wie es sie schon seit Jahren gibt. Nur mit dem Vorteil, dass sie nun auch wirklich fingertauglich und mittlerweile viel kleiner und leistungsfähiger sind.

Ich werde weiterhin – jedenfalls solange RT Tablets kleiner und dünner sind und eine längere Akkulaufzeit haben – bei Windows RT bleiben.

Hinweis: Dies ist mein privater Blog. Dieser Beitrag spiegelt meine Privatmeinung wieder, ist in meiner Freizeit entstanden, und ich erhalte keine finanzielle Entschädigung für diesen Beitrag. Ich stehe zwar Microsoft seit Jahren als selbstständiger Trainer und Technology Insider zur Verfügung, bin aber kein Mitarbeiter von Microsoft. Dieser Hinweis ist notwendig geworden, weil Microsoft nicht sehr wohlgesonnene “Journalisten” sich leider in letzter Zeit von angeblich bezahlten Kampfpostern verfolgt fühlen, und ich so einer sein soll.
Da ich meine Meinung in Kommentaren auf den Plattformen dieser “Journalisten” in nächster Zeit etwas zurücknehmen werde, mich aber nicht gerne meiner Redefreiheit berauben lasse, werde ich vermehrt meinen privaten Blog nutzen, um meine Meinung kundzutun.

Windows Touch & Microsoft Touch Pack for Windows 7

Ich durfte bereits den HP Touchsmart tx2  sowie den HP Touchsmart IQ820 mit Windows 7 RC testen. Windows 7 wird von sich aus, also nativ, Multitouch-fähige Eingabegeräte unterstützen, und für die beiden genannten Geräte sind bereits entsprechende Treiber verfügbar.
Multitouch-Demos unter Windows 7 sind also folgende möglich:

  • Zeichnen mit zwei Fingern in Paint
  • Vergrößern, Verkleinern und Drehen von Bildern in der Windows-Fotoanzeige
  • Zoomen im Internet-Explorer mittels zwei Fingern.

Reißt einen jetzt nicht vom Hocker, oder? Leute mit Weitblick erkennen aber, was diese Technologie für Möglichkeiten bietet, wenn erst einmal die entsprechende Software verfügbar ist, die Multitouch unterstützt. Im Bereich Datenvisualisierung, Prozessoptimierung, Maschinensteuerung und Überwachung, im grafischen Bereich, im Audiobereich bei Mischpulten, Switchboards usw., im Bereich der Produktpräsentation, im Geografischen Bereich, in der Wissenschaft, Medizin, und vor allem im E-Learning. Sind erst einmal die Anwendungen da, die mehrere Berührungspunkte sinnvoll nutzen, kann sich diese Technologie durchaus durchsetzen.

Da ich bei meinem Windows Showcase am Microsoft Innovation Day mehr zeigen wollte, als nur Paint, Fotoanzeige und Internet Explorer, lud ich mir die Multitouch Erweiterung für Virtual Earth 3D herunter – schon hatte ich eine wirklich sinnvolle Anwendung um Multitouch unter Windows 7 zu demonstrieren!

Insgeheim hoffte ich aber, dass Microsoft die eine oder andere Applikation von ihrem Multitouch-Tisch “Microsoft Surface” auf Windows 7 portieren und zur Verfügung stellen würden.

Windows 7 Touch Globe Application

Microsoft hat meine Wünsche – wie schon so oft zuvor – erhört und bietet seit gestern das Touch Pack für Windows 7 an, das OEM’s teilweise oder vollständig auf ihren Multitouch fähigen Geräten vorinstallieren dürfen.

Das Touch Pack besteht aus folgenden Anwendungen:

  • Microsoft Surface Globe
  • Microsoft Surface Collage!
  • Microsoft Surface Lagoon
  • Microsoft Blackboard
  • Microsoft Rebound
  • Microsoft Garden Pond

Wie man am Namen unschwer erkennen kann, sind drei der Anwendungen von Microsoft Surface portiert.

Auch beim Touch Pack halte ich wieder die Virtual Earth basierte Anwendung “Microsoft Surface Globe” für am Besten geeignet, um die Touch Fähigkeiten zu demonstrieren (Video).

Surface Globesurface_collage_604F910B
Microsoft Blackboard Microsoft Garden Pond Microsoft Rebound Surface Lagoon

Nähere Details findet man im Windows Team Blog.

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Über den Autor

MCTS

Christian Haberl Christian Haberl ist seit mehr als 10 Jahren als EDV Berater, Vortragender und Trainer tätig. Er kann sich nicht für ein Spezialgebiet entscheiden, drum heißt dieser Blog auch "Kraut & Rüben Blog" - Unter seine Interessen fallen Web-Entwicklung auf ASP.NET Basis, Information Worker & Productivity Technologien (Windows, Office), Server (Windows Server, Small Business, Virtualisierung, Exchange), Scripting, Spam Filtering/Security und Digital Home. Christian Haberl ist auch einer der führenden Produktspezialisten für Windows Media Center und Windows Home Server und ist Direktor des ClubDigitalHome.
Im Jahr 2008 hat Christian Haberl über 200 Vorträge und Schulungen durchgeführt.
Im Frühjahr 2009 wurde Christian Haberl von Microsoft Österreich zum "Influencer" ernannt, weiters wurde er Microsoft Certified Technology Specialist / Microsoft Certified Connected Home Integrator sowie Microsoft Certified Consumer Sales Specialist.

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