Marktforschung: Windows Phone 2013 fast gleichauf mit Apple iPhone

image

Laut einer Pressemeldung von iSuppli soll bereits 2013 das Windows Phone fast gleichauf mit dem iPhone sein, und bis 2015 das iPhone endgültig abgehängt haben.

Eines vorweg: Dass Windows Phone in den nächsten zwei Jahren - vor allem wegen des Markteintritts von Nokia stark wachsen wird, darüber sind sich alle Voraussagen einig. Und diese Einschätzung teile auch ich.

Aber:

Ich finde es immer unseriös, so lange im Voraus Vorhersagen zu machen. Schließlich werden bis dahin sowohl Microsoft als auch Apple noch eine Menge neuer Versionen und Geräte herausbringen.

Außerdem geht der Forecast davon aus, dass Windows Phone auf Kosten von iPhone und "Others" wachsen wird. Others wären also vor allem Blackberry und Symbian. Ich sehe aber Smartphone Switcher eher von Android auf Windows Phone. Blackberry User sind zu Business-orientiert und wollen eine Tastatur. Apple User zu stark in ihr System und ihre Apple-Welt investiert und verstrickt (iPad, iTunes, AirPlay, AppleTV, gekaufte Apps, Musik, iBooks usw.), und Symbian User werden nicht zwingenderweise zu Windows Phone wechseln, sondern sich alle Plattformen anschauen.
Android User hingegen sind oft unzufrieden mit der Heterogenität, Umständlichkeit und Unsicherheit ihrer Plattform. Hier besteht das größte Potential. Microsoft muss Windows Phone aber imho noch etwas offener machen, um auch Hardcore-Androidaner anzusprechen. Android wird als aktueller Marktführer jedenfalls den größten Einfluss auf die Entwicklung haben, und ihre User sind die Umstiegswilligsten, schließlich sind sie entweder neue Smartphone-User oder haben selber erst gerade geswitcht.  Genau wie Windows Phone User.

Auch noch nicht vorhersagbare Ereignisse können diesen Forecast völlig umkrempeln. Was, wenn Microsoft schon heimlich an einer Business Variante von Windows Phone arbeitet, Nokia schon einen entsprechenden Blackberry-Killer in Peto hat, vielleicht mit kleiner Tastatur, wie bei den Blackberrys, dann noch ein gutes Exchange Add-On um den BES obsolet zu machen, oder überhaupt gleich eine Übernahme von der Firma RIM durch Microsoft? Geld genug dafür hätten sie, und wettbewerbsrechtlich steht dem auch nichts entgegen, da Microsoft in dieser Branche keine marktbeherrschende Stellung hat. Rein hypothetisch alles, ich weiß, aber auch nicht unmöglich, und auf jeden Fall würde das einen raschen Shift in den Market Shares bewirken, der in diesem Forecast überhaupt nicht berücksichtigt ist.

Was an dieser Studie auch noch auffällt: Den größten Einfluss auf den Smartphone-Markt haben meiner Meinung nach nicht (!) die Kunden sondern die OEMs (Hersteller) und Telkos (Mobilfunkprovider)! - Android ist dzt. u.a. so beliebt weil es so viele Geräte damit gibt. In der letzten Weihnachtssaison (2011) fand man traurigerweise bei den vier österreichischen Mobilfunkanbietern Orange, 3, A1 und T-Mobile kaum Windows Phones, aber massenhaft Androids. Wenn es die Konzerne Microsoft, Google und Apple schaffen, die Telkos zu beeinflussen, kann das, kombiniert mit guten Marketing-Kampagnen schnell zu massiven Verschiebungen führen.

Auch der weltweite massive Patentkrieg zwischen Apple, Google, Microsoft und den Handy-Herstellern (Samsung etc.) und vor allem der Ausgang dieser Rechtsstreitigkeiten wird die Wachstumszahlen beeinflussen.

Last but not least: Die Zahlen von IHS iSuppli dürften weltweite Zahlen sein. Die Unterschiede in den Marktanteilen sind in verschiedenen Ländern massiv, und die Verschiebungen rasch. So hat z.B. in Italien der Marktanteil von Android im letzten Jahr um 35,1% zugenommen. Es gibt keinen Grund, wieso nicht auch im Jahr 2012 so massive Verschiebungen zu erwarten sind. z.B. zu Gunsten von Windows Phone und zu Lasten von Android. Aber das ist von so vielen Faktoren abhängig, dass es völlig unseriös ist, hier eine Vorhersage bis 2015 zu machen.

Ich sage nur eines vorher: Die Vorhersage von IHS wird völlig daneben liegen, da sie von einem sich langsam verändernden Markt ausgeht.

Quelle: http://www.illsinger.at/wordpress/?p=115

Exchange ActiveSync vs. Blackberry

Blackberry ist nicht nur ein Produkt der kanadischen Firma Research In Motion Limited sondern ein modernes Buzzword der letzten Jahre, wobei jeder weiß, was damit gemeint ist: Push-Mail – Immer verbunden zu sein mit dem Mailserver. Abfällig sprechen manche Zeitgenossen schon vom “Crackberry” weil viele Anwender sich wie Süchtige verhalten.

Immer wieder habe ich mit Kunden zu tun, die diese Funktionalität zwar schätzen, über die Kosten für den Dienst, die Verwaltbarkeit und die geringe Auswahl an Endgeräten (und oft auch über die Endgeräte selbst) unzufrieden sind.

Ich frage sie dann ob sie denn einen Exchange Server hätten. “Ja.” -

Wenn ich dann darauf hinweise, dass mit Exchange Server 2003 SP2 und Exchange Server 2007 ja sogar mit Small Business Server 2003 und Small Business Server 2008 Push Mail und Kalender, Kontakt und Aufgabensynchronisation in Echtzeit möglich sind, sind die meisten Kunden erstaunt, haben noch nie davon gehört, oder zumindest nicht gewusst dass das praktisch ohne Zusatzaufwand und gänzlich ohne Mehrkosten möglich ist.

Woran liegt das? An der schlechten Kommunikationspolitik von Microsoft? An dem unklaren und nicht besonders einprägsamen Produktnamen “Exchange ActiveSync”, “EAS,”, “Exchange Push”, “Windows-Server-Sync”, “Exchange Server-Sync” an dem besseren Marketing von RIM?

Oder ist das Produkt von Microsoft nicht ausgereift? – Mitnichten, schließlich gab es eine Exchange Lösung schon seit dem Mobile Information Server 2002.

Ist es vielleicht die mangelnde Auswahl an Endgeräten?

Wohl kaum. Exchange ActiveSync wird unterstützt von:

  • Windows Mobile basierten Smartphones (HTC, Samsung, Sony-Ericsson usw.)
  • Vielen Symbian basierten Smartphones (auch Nokia hat EAS lizenziert!)
  • Apple iPhone und iPod Touch (ja sogar Erzrivale Apple nutzt EAS und zahlt dafür Lizenzgebühren nach Redmond)
  • Auch das neue Google Phone wird möglicherweise EAS unterstützen (Gerücht?)

Somit unterstützen die beliebtesten (Business-) Smartphones fast ausnahmslos EAS (eine Ausnahme sind natürlich die Blackberry Endgeräte selbst)

Ich kann mit dem Exchange Server folgendes in Echtzeit (Push/Pull) synchronisieren:

  • E-Mail
  • Kontakte
  • Kalender
  • Aufgaben

Weiters kann ich

  • Termine zur Nachverfolgung markieren oder als “erledigt” markieren
  • Elementen eine Kategorie zuweisen
  • das globale Adressbuch meines Unternehmens durchsuchen
  • Gesprächsanfragen senden und bestätigen
  • in meinem Mailordner (direkt am Server) nach Mails suchen (in Echtzeit, mit bestenfalls wenigen Sekunden Wartezeit habe ich eine Volltextsuche ausgeführt mit der ich auch ältere Mails, die auf meinem Gerät nicht offline verfügbar sind, rasch und einfach finde)
  • Kontaktfotos synchronisieren
  • auf UNC Pfade und SharePoint Libraries zugreifen
  • u.v.m.

Das ganze funktioniert sicher (SSL), schnell (Kompression usw.)
Will ich z.B. eine Mail mit einem 2MB Attachment von meinem Mobile weiterschicken, muss ich das Attachment nicht herunterladen um es dann wieder (beim Versenden) hochzuladen, sondern es wird direkt am Server verschickt, das selbe gilt für lange Mails, HTML formatierte Mails auf Endgeräten, die nur-Text Mails unterstützen, hier kümmert sich auch der Server darum, dass die Formatierung nicht verloren geht.

Was ist also das Problem, warum ist BlackBerry so viel bekannter? (ob es nur bekannter ist, oder auch häufiger genutzt wird, kann ich nicht beurteilen.)

Ist EAS zu teuer? Nö. Kostet nichts. Ist kostenlos.

Warum um alles in der Welt würde man denn dann BlackBerry statt EAS verwenden? Vor allem wenn man schon einen Exchange Server hat, sehe ich wirklich keinen einzigen Grund. Wer einen kennt, bitte posten!

Facebook

Letzte Tweets

Twitter Mai 26, 23:39
Gelbe Engel! Danke!

Twitter Mai 18, 21:34
Finland was terrible. #Eurovision

Twitter Mai 17, 12:49
just blogged Ist das Surface Pro teuer? – Ein Fact-Check: Gestern wurde angekündigt, dass das Surface Pro in D... http://t.co/PhW7qzhkUq

Folge mir auf Twitter!

Über den Autor

MCTS

Christian Haberl Christian Haberl ist seit mehr als 10 Jahren als EDV Berater, Vortragender und Trainer tätig. Er kann sich nicht für ein Spezialgebiet entscheiden, drum heißt dieser Blog auch "Kraut & Rüben Blog" - Unter seine Interessen fallen Web-Entwicklung auf ASP.NET Basis, Information Worker & Productivity Technologien (Windows, Office), Server (Windows Server, Small Business, Virtualisierung, Exchange), Scripting, Spam Filtering/Security und Digital Home. Christian Haberl ist auch einer der führenden Produktspezialisten für Windows Media Center und Windows Home Server und ist Direktor des ClubDigitalHome.
Im Jahr 2008 hat Christian Haberl über 200 Vorträge und Schulungen durchgeführt.
Im Frühjahr 2009 wurde Christian Haberl von Microsoft Österreich zum "Influencer" ernannt, weiters wurde er Microsoft Certified Technology Specialist / Microsoft Certified Connected Home Integrator sowie Microsoft Certified Consumer Sales Specialist.

Month List

Netzwerk Management

Bandwidth

RecentComments

Comment RSS