Apple iPad mit Windows 7 vorgestellt

<sarcasm>Völlig überraschend stellte heute der Vorstandsvorsitzende Steve Jobs des Computer, Telefon- und Musikabspielgeräteherstellers Apple Inc. (AAPL) ein völlig neues Gerät vor, dass die ganze Branche revolutionieren soll.
fakeDieses Gerät genannt iPad, wirkt wie ein Hybrid aus einem optisch leicht überarbeiteten Compaq Tablet PC tc1000 (der mit Windows XP Tablet PC Edition lief und im Jahr 2003 etliche Design Awards gewann), einem iPhone und einem EBook Reader. Im Gegensatz zum tc1000 kann man aber leider keinen Stift für die Eingabe verwenden und der Bildschirm ist kleiner.

Selbst Brancheninsider waren überrascht von der Entscheidung, den iPad mit dem Betriebssystem “Windows 7” des Mitbewerbers Microsoft Inc. (MSFT) auszuliefern. Steve Jobs: “Microsoft verfügt über jahrelange Erfahrung mit Tablet PCs und Windows 7 unterstützte als erstes Desktop Betriebssystem die Eingabe über Multitouch-Screens – Es war daher für unseren neuen iPad die erste Wahl”

Wahlweise kann man mit der beiliegenden Version der Software “BootCamp” auch MacOS X auf dem iPad installieren. Branchenkenner meinen, dass dieses Angebot wohl kaum genützt werden wird.

Mit nur 899€ liegt der Preis kaum über dem vergleichbarer Geräte, wie Netbooks (ab 250€), Convertibles (891€) oder eBook Reader (ab 195€). Steve Ballmer

Auf die Frage eines Journalisten wieso man für einen kleineren Bildschirm, trotz fehlender Stifteingabe und Tastatur und für weniger Leistung gleich viel oder mehr Geld bezahlen soll, als bei anderen Windows 7 Geräten, wie dem HP tm2 antwortete Jobs: “Unsere Lager waren bereits 5 Minuten nach meiner Ankündigung völlig ausverkauft, es ist davon auszugehen, dass wochenlang Kunden in langen Schlangen vor unseren Apple Stores und bei Fachhändlern anstehen werden um sich ihren iPad zu ergattern. Wir sind auch Kooperationen mit ausgesuchten Mobilfunkanbietern eingegangen – so wird in Kombination mit speziellen iPad-Datentarifen das iPad bereits ab 499€ statt 899€ erhältlich sein. Unser iPad ist eine Revolution – etwas völlig neues!”

“Alles in einem!”

Jobs: “Die Leute möchten nicht mehr mit vielen verschiedenen Geräten herumlaufen. Statt PC, eBook Reader, Netbook und Smartphone können sich unsere Kunden den iPad zulegen. Er erfüllt alle Wünsche. Wenn sie mehr wollen, können sie ja noch ein MacBook Pro kaufen und für die Brusttasche am besten ein iPhone.”

Während Microsofts Tablet PCs seit vielen Jahren ein Schattendasein fristen, wird Apple – so Brancheninsider – mit dem iPad ein ähnliches Bombengeschäft machen, wie mit dem iPod und iPhone zuvor. Schließlich hat Apple die besten Marketingstrategien in der Branche und einen Chef, der von seinen Anhängern wie ein Gott verehrt wird.
Blogger Franz Z: “Microsoft hat zwar vor Apple auf der CES 2010 bereits ähnliche Geräte vorgestellt – diese sind aber weder lieferbar noch haben sie einen eingängigen Namen. Was soll ein HP slate PC mit irgendeinem komischen Zahlenkürzel danach einem “iPad” entgegenzusetzen haben?”

“Eigentlich hat Ballmer nur einen kleinen PC gezeigt,
der mit Windows 7 läuft”, sagte Analyst Michael Gartenberg.

Jobs: “Der iPad ist kein Computer sondern ein Lifestyle Objekt”
</sarcasm>

EDIT: Das ist ein Fun Post. Der iPad kommt nicht mit Windows 7 und das meiste hier ist frei erfunden. Ich musste das nur ergänzen, da einige Leser diesen Beitrag etwas zu ernst nahmen ;-)

Touch & Multitouch – Wer hat’s erfunden?

Die Antwort gleich vorweg. Weder Microsoft noch Apple.

Aber da es schon sehr nervt sich aus der Apple Fangemeinde immer wieder anhören zu müssen, Microsoft hätte sich irgendwas von Apple abgeschaut, hier ein kurzer Fact-Check in Form einer Chronologie:

Microsoft Apple-logo
 



Apple Newton

1993-1998

Der Apple Newton war ein früher PDA mit Handschrifterkennung. Er wurde 1998 von Steve Jobs eingestellt.
Apple_Newton

   
Pocket PC - Windows Phone  
Windows CE: 1996, Pocket PC 2000, Phone Edition 2002
Touchscreen von Beginn an.
Die heute Windows Phone genannte Plattform hat eine lange Geschichte, die auf Windows CE Basis 1996 als PDA Plattform begann und seit 2002 als Pocket PC Phone Edition auch Plattform für Mobiltelefone und Smartphones ist. Aktuell: Windows Phone Version 6.5
ipaq_3970
Winmo65
1996/2002
   
Microsoft Tablet PC  
2001: erster Prototyp vorgestellt, 2002 als Windows XP Tablet PC Edition allgemein verfügbar, bei Vista und Windows 7 Teil jeder Windows Edition.
Formformate:
Booklets, Slates, Convertibles und Hybrids.
Anfangs nur im Business Segment und daher relativ teuer, mittlerweile sind gute touchfähige Windows 7 PC’s schon in der Netbook Preisklasse, vollwertige, leistungsfähige Convertibles ab 700€ erhältlich.
tc1000
2001/2002
   
Ultra Mobile PC (UMPC)
2006
2006 von Microsoft und Intel vorgestellt.
samsung_q1_ultra_premium_with_wimax
Irgendwie konnten UMPC’s nie so richtig abheben, da ihr Preis/Leistungsverhältnis suboptimal war, und es zu viele Überschneidungen mit anderen Gerätekategorien wie PDA’s, Subnotebooks, Tablet PCs und Netbooks gab.
Ähnliche Geräte kommen 2009/2010 wieder, allerdings nunmehr deutlich günstiger und dank Windows 7 mit wesentlich mehr Möglichkeiten inkl. Multitouch. Die Bezeichnung UMPC wird kaum mehr verwendet werden, sie werden eher – auch wenn sie klein seind  - als “Tablet” bezeichnet werden – wie z.b. der Archos 9 pctablet mit Windows 7, den ich bereits testen durfte.
archos_9pctablet
 
   
Microsoft Surface  
Präsentation der Idee 2003, Vorgestellt 30. Mai 2007, Verkaufsstart Frühjahr 2008
microsoft_surface[1]
Es dauerte sicherlich sehr lang von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt. Tatsache ist aber, dass Multitouch und Fingergesten bereits vor Bekanntwerden des iPhones im Surface integriert waren. Das Surface wird heute im Öffentlichen Sektor, im Gesundheitsbereich, aber ganz besonders am Point of Sale und in der Hotellerie zum Einsatz.
2003/2008
   

Apple iPhone

2007

Das Apple iPhone hat zwar wenig neues gebracht, bestehende Dinge wie PDA Funktionen, Multitouch, Sensoren (GPS, Gravitation, später Kompass) aber nahezu perfekt in ein auch hardwaremäßig mit den besten Leistungsdaten ausgestattetes und sehr robustes Phone integriert. Dazu eine großartige Marketingmaschinerie (inkl. Schmähs wie Verfügbarkeit drosseln, medienwirksame Verkaufsstarts, Geheimniskrämerei, Exklusivität) und ein super App-Store der zwar erst etwas später kam, aber sich bald mit tausenden und abertausenden kostenlosen und kostenpflichtigen Apps für jeden nur denkbaren Anwendungsfall füllte. Unbestritten ein Riesenerfolg. Als man erkannte, dass man für den Businesskunden etwas mehr bieten musste, als lustige Apps, lizenzierte man noch von Microsoft Exchange Activesync um mit Exchange Servern pushen zu können und damit auch mit dem beliebten Business Smartphone Blackberry und den Windows Phones konkurrieren zu können. Vor einigen Jahren hatte ich in einer glaubwürdigen Quelle gelesen, dass Steve Jobs die Idee für iPhone und iPod Touch von Microsoft’s Tablet PC’s hatte. Da ich die Quelle aber nicht mehr finden kann, streiche ich das wieder.
iphone

Apple Multi-Touch trackpad & Magic Mouse

2009

Nicht wirklich die selbe Experience wie Multitouch auf einem Touchscreen, aber auf neuen MacBooks kann man am Touchpad Multitouch-Gesten verwenden.
macbook_trackpad
Apples Magic Mouse ermöglicht ebenfalls Gesten.
magic-mouse-large

Microsoft Mouse 2.0  
Mich interessiert persönlich eher On-Screen Multitouch (Touchscreen), weshalb mich auch Apple’s Fingergesten-Touchpad und Magic Mouse wenig interessieren, aber den von Microsoft Research vorgestellten 5 Mausprototypen kann man einen hohen Innovationsgrad nicht absprechen.

2008-2009
   
Windows Touch  
Single-und Multitouchfähige PCs in sämtlichen Formfaktoren von Tablet PC’s (siehe oben) bis hin zu All-in-One PC’s. Bekanntgegeben 11.12.2007, Vorführung von Single- und Multitouch am 27.5.2008. Fertigstellung 22.7.2009
touchpack
Das Microsoft Touch Pack für Windows 7 und besonders Surface Globe zeigen auf anschauliche Weise, was mit Multitouch am PC möglich ist. Microsoft hat auch eine Liste von Standard-Fingergesten und ein Windows Touch API.
2009
   
Windows Phones
mit Multitouch
 
Trotz Apple’s Patent bringen einige Hersteller Ende 2009 Windows Mobile 6.5 Smartphones mit Multi-Touch heraus. Eines der ersten dieser Art ist das HTC HD2. Von seinen technischen Daten in den meisten Punkten dem iPhone überlegen, kann es sich dennoch in den Punkten Einfachheit, Bedienung, Anwendungsverfügbarkeit, Formfaktor usw. nicht 100%ig mit dem iPhone messen.
htc_hd_2
2009
   
Slate PCs
(Multitouch Slate Tablets mit Windows 7)
 
Auf der CES 2010 präsentiert Steve Ballmer mehrere neue Multitouch Tablets – er nennt sie Slate PCs - mit Windows 7, darunter einen von HP im Slate Formfaktor.
hp_windows_7_slate_pc_1-540x355 
hp_windows_7_slate_pc_2-264x500
2010
   
 

Apple Slate Tablet (“iTablet”)

2010 ?

9 Jahre nachdem Microsoft ihren ersten Tablet PC Prototyp vorstellten, 6 Jahre nach Verfügbarkeit, soll Apple Gerüchten zufolge noch in diesem Jänner (2010) seinen eigenen Tablet PC vorstellen.Apple Tablet

   
Windows Mobile 7
Damit ich nicht nur schlecht über Apple rede: Microsoft hat bei Windows Mobile 7 einiges aufzuholen gegenüber dem iPhone. Microsoft muss das Thema Usability wieder selbst in die Hand nehmen, statt jeden OEM seine eigene Oberfläche basteln zu lassen. Microsoft muss das Thema Appstore sowohl für Entwickler als auch für die Anwender attraktiver machen, um mit Apple konkurrieren zu können. Aber natürlich auch Blackberry und Android sitzen Microsoft im Nacken. Windows Mobile 7 muss ein Riesenwurf werden, der Erfolgsdruck könnte nicht höher sein!
2010 ?

Fazit: Microsoft vs. Apple

Einen touchfähigen (Stifteingabe) PDA hatte wohl Apple zuerst – den Apple Newton gab es von 1993-1998.
Ein touchfähiges Smartphone hatte Microsoft zuerst: Zunächst Pocket PC Phone Edition, dann Windows Mobile Phone Edition oder Smartphone heute Windows Phone. Ein Gerät mit multitouchfähigem Screen (Fingergesten) stellte Microsoft zuerst vor (Microsoft Surface) – Apple konnte aber früher ausliefern (Apple iPhone). Das iPhone war unbestritten das erste multitouchfähige Phone. Apple ließ sich das auch patentieren, obwohl die Multitouch-Technologie nicht Apples Erfindung war. Mit Windows 7 hatte Microsoft zuerst ein Betriebssystem am Markt, das multitouchfähige Touchscreens und Touch-Gesten ermöglicht.

Bei Eingabegeräten (nicht Touchscreen) ist aber wieder Apple voran mit dem Multi-Touch Trackpad des Macbook Pro und der Magic Mouse. Microsoft forschte zum Zeitpunkt der Produktvorstellung aber auch schon seit über einem Jahr an multitouchfähigen Mäusen und stellte fünf Prototypen vor.
Trotz diverser fragwürdiger Patente und Trademarks durch Apple traut sich Microsoft und liefert Windows 7 mit Windows Touch aus – Windows Touch ermöglicht Single- und Multitouch auf entsprechenden Displays; mehrere Hersteller kündigen umgehend dutzende Multitouch Displays, Tablets und All-in-One PCs an. Auf der CES2010 kündigt Steve Ballmer in seiner Keynote auch neue Slate PCs an, und das noch vor Apples Slate Tablet, über den es bisher nur Gerüchte gibt. Wenn allerdings Apple – nicht zuletzt bei der Vermarktung dieses Gerätes – so vieles richtig macht, wie beim iPhone, kann das eine harter Mitbewerber für Microsoft und seine Partner werden.
Im Windows Phone-Bereich gibt es mit dem HTC HD2 nun auch erste Multitouch Geräte, und Windows Mobile 7 wird wohl auch multitouchfähig sein, was sicherlich zu einem harten Patentstreit mit Apple werden wird.

Hier eine kleine Punktezähung, just for fun ;-)

Gerätekategorie Apple Microsoft Produkt
PDA 1 0 Apple Newton
Touch-Phone 0 1 Microsoft Windows Phone / Pocket PC Phone Edition
Touch-PC 0 1 Windows XP Tablet PC Edition
Multi-Touch PC/Tisch PC 0 1 Microsoft Surface
Multi-Touch Phone 1 0 Apple iPhone & iPod Touch
Multi-Touch PC 0 1 Windows Touch / Windows 7
Multi-Touch Eingabegeräte 1 0 Magic Mouse, Multi Touch Trackpad
Multi Touch Slate PCs 0 1 Windows Touch / Windows 7
  3 5  

5:3 für Microsoft. Selbst wenn man etwas mehr zu Gunsten von Apple zählt, kommt nicht mehr als ein unentschieden heraus. Gerade beim Phone muss man Apple aber die gute Umsetzung zugestehen und ihnen einen Sonderpreis für das bisher erfolgreichste Multi-Touch Gerät (iPhone) geben.

Und was das gegenseitige “Abschauen” betrifft: Keine Frage, dass man Ideen des Mitbewerbers aufgreift. Das passiert aber in beiden Richtungen. Sehr oft wird auch, weil bestimmte Dinge durch den technischen Fortschritt möglich werden bzw. naheliegend sind, parallel an den gleichen Dingen geforscht, wobei es hier zwei fundamentale Unterschiede gibt. Microsoft hält nicht alles bis zum Schluss streng geheim. Über die Forschungsergebnisse zu den Multitouchmäusen etwa werden umfangreiche Informationen veröffentlicht. Microsoft setzt auch mehr auf Vielfalt und Partner-Commitment, während Apple fast alles selber macht, und auch nicht davon zurückscheut Patente für Dinge zu beantragen die es schon seit Jahrzehnten gibt (Multitouch).
“Multi-Touch” ist übrigens auch ein Trademark von Apple. Traurig, aber wahr.

Damit ist also unsere Frage: “Wer hat’s erfunden”,
noch immer nicht beantwortet:

Ein Mitarbeiter von Microsoft, Bill Buxton, hat mit einer Forschungsgruppe an der University of Toronto bereits 1984 an Multitouch Computing gearbeitet und auch eine entsprechende Publikation 1985 veröffentlicht.
Ein Mitarbeiter von Apple, Wayne Westerman, gibt dies in seiner Doktorarbeit 1999 auch zu indem er Buxtons Publication von 1985 als Quelle anführt. Das Blöde ist nur, das Westerman das ganze erstmals “Multi-Touch” nannte, und weil Westerman’s Firma Fingerworks von Apple gekauft worden war, hat Apple wohl das Trademark zugesprochen bekommen.

Buxton beschreibt in seinem Artikel das Thema höchst umfangreich:
http://www.billbuxton.com/multitouchOverview.html

Die ersten Touchscreens (single-touch) entstanden Mitte der 60er Jahre! plato-touch

Die ersten Multitouch Experimente gab’s 1981 von Jeffrey A Wolfeld in Philadelphia an der Moore School of Electrical Engineering.

Bezog sich Wolfelds Arbeit 1981 noch auf Roboter, kam 1982 dann das erste Computersystem mit Multitoucheingabe durch den Menschen (Nimish Mehta, University of Toronto).

Die Pinch-Geste (2 Finger zusammen und auseinander) die viele Menschen mit dem iPhone und Multitouch in Zusammenhang bringen geht schon auf Myron Krueger 1983 zurück.

Der erste Multitouch Screen wurde dann 1984 von Bell Labs in New Jersey entwickelt, der erste Multitouch Tablet 1985 von der Input Research Group, University of Toronto.

1991 hat (jetzt)Microsoft Mitarbeiter Buxton bei Xerox die ersten LCD Touchscreens entwickelt.

Die Geschichte umfasst noch viele weitere Forschungseinrichtungen und Firmen, darunter 2006 Perceptive Pixel mit ihrer Magic Wall für CNN (und andere Fernsehstationen):
slide-4-(cnn-magic-wall)[1]


…bis dann Microsoft und Apple in den letzten Jahren endlich Produkte für den Massenmarkt vorstellen.
Während aber Microsoft schon 2003, 2004 und 2005 (Andy Wilson, Microsoft Research) an Multitouch weiterforscht (Touchlight, PlayAnywhere, Surface) kaufte Apple kurzerhand die Firma Fingerworks und übernahm ihre Forschungsergebnisse und die ihrer Mitarbeiter, darunter auch Wayne Westerman.

High Performance Audio Workstation auf Windows 7 killt jeden Mac

Kürzlich meinte ein Freund er würde sich für sein Tonstudio gerne einen neuen Computer kaufen.
Anforderungen:

  • Professionelle mehrspurige Audioproduktion von Preproduction bis Mastering, aber auch Videoschnitt.
  • 4 Full HD Monitore gleichzeitig ansteuerbar
  • Genug PCI und PCIe Slots für Soundkarten

Er wollte ursprünglich einen Mac in der 3000-5000€ Preisklasse anschaffen. Ich meinte dann “Wozu? – Ein Windows PC hat bei niedrigeren Kosten mehr Performance und unterstützt auch alle Hard- und Software die du brauchst.”
Er meinte, das hätte er von anderen auch schon gehört und ich sollte mal loslegen und ihm so eine Workstation zusammenstellen.

Langer Rede kurzer Sinn, es wurde eine maßgeschneiderte 64Bit Workstation von DiTech mit Windows 7 mit phänomenalen Leistungsdaten – ich hatte noch nie so einen schnellen Computer aufgesetzt, und es wird sicher auch noch 2 Jahre dauern bis solche Leistungsdaten Standard werden.
Kostenpunkt: 1979,22€ inkl. 20% MWSt.

Der folgende Screenshot vom Leistungsindex unter Windows 7 ist kein Fake! -Leistungsindex 5,9 - 6,4 - 7,4

COOLER MASTER HAF 932

Unter Vista war ja übrigens 5,9 noch der Höchstwert, d.h. unter Vista hätte dieses System den Leistungsindex gesprengt.

Die VelociRaptor Festplatten mit 10000 rpm und 4,2ms Zugriffszeit könnte man noch stripen, also zu einem Raid-0 Verbund zusammenschließen, dann würde der “niedrigste” Wert von 5,9 für die Festplatte sich auch noch deutlich erhöhen. Das wollte der Kunde aber nicht.

Hier die Specs:

  • Gehäuse Miditower COOLER MASTER HAF 932 
  • Netzteil ATX 625 Watt, ENERMAX PRO82+
  • Mainboard S-1366 ASUS P6T, ATX       
  • Prozessor INTEL Core i7-920, 2,66GHz, Quad-Core
  • Prozessorkühler THERMALRIGHT TRUE Black 120 LGA775/LGA1366                   
  • Lüfter NOISEBLOCKER 120x120x25 BlackSilent Fan XLP, PWM
  • 12GB DDR3-Arbeitsspeicher – DDR3 RAM KIT 6144 MB, PC3-1600 MHz, CL8, CORSAIR Dominator
  • Grafikkarte PCI-E 2.0 SAPPHIRE Radeon HD 4850 X2, Full Retail, 1024MB
  • 2 x Festplatte SATA II Western Digital VelociRaptor, 300 GB, 16MB Cache
  • DVD-+R/-+RW IDE LG GH-22LP20, LightScribe, Bulk, Schwarz

Ein geniales System! – Zwei kleine Imperfektionen sind eben das fehlende Raid 0 und die Tatsache, dass es in dieser Leistungsklasse keine passiv gekühlten Grafikkarten mit 4 x DVI Anschluss gibt, und die Lüfter der Grafikkarte daher mehr Lärm machen als das gesamte restliche System, das mit seinen großen Lüftern fast lautlos ist. (2 passive Grafikkarten mit je 2 Anschlüssen zu nehmen war keine Option, da dadurch zu viele PCI/e Slots belegt werden, welche aber für Sound und Effektkarten benötigt werden.

Software und Hardwaremäßig verwendet der Kunde zusätzlich noch:CC121

  • Windows 7 RC 64Bit
  • Cubase 5 64Bit
  • Steinbergs CC121 Advanced Integration Controller
  • Universal Audio UAD-1 DSP Karte
  • MOTU 24i/o - 24-channel 24-bit audio interface an Motu 424 PCIe-Card
  • Hammerfall Multiface an HDSP-PCI-Card

Ich war extrem positiv überrascht, dass es für alle diese Geräte bereits Windows 7 Treiber und 64Bit Treiber gibt – teilweise schon explizite Windows 7 Treiber, teilweise als Vista Treiber ausgezeichnete Treiber, die aber einwandfrei unter Windows 7 funktionieren. Cubase 5.0.1 läuft auch einwandfrei als native 64Bit Anwendung, das gleiche gilt für die Software des CC121.

Leider nutzte der Kunde bisher eine sehr alte Version namens Cubase vst 5 r3 – und meint dass der Umstieg auf das neue Cubase sehr aufwendig für ihn sein wird, da man viel umlernen muss. Es bleibt daher noch zu prüfen, ob er für einen langsamen Umstieg paralell noch die alte Cubase VST 5 r3 verwenden kann. Virtual XP / XP Mode fällt als Option hier vermutlich weg, da er damit vermutlich nicht auf die Soundkarten durchgreifen kann.

Fazit:

  1. Einen Mac mit vergleichbarer Konfiguration und Leistungsdaten kann man derzeit gar nicht zusammenstellen, bzw. selbst wenn es ginge kostet er bei vergleichbarer Leistung viel, viel mehr. Selbst der günstigste Mac Pro ist schon teurer als dieses System. Wenn man den Mac so weit hochkonfiguriert wie möglich, zahlt man bereits 2700 EUR und hat immer noch einen älteren Prozessor, keine 4 DVI Anschlüsse oder nicht genug PCI Steckplätze, weniger Arbeitsspeicher, nur DDR2, nicht DDR3, eine langsamere Festplatte etc.
  2. Windows 7 64 Bit wird im professionellen Audiobereich bereits jetzt hervorragend supported, sowohl von der Hardware / den Treibern her, als auch von der Software her.
    Ich hoffe daher, dass nach dem professionellen Printbereich, der in den letzten Jahren massiv von Mac zu Windows abgedriftet ist und dank der 64Bit Unterstützung von Adobe CS4 exklusiv unter Windows weiter abdriftet, auch der professionelle Audio Bereich einen solchen Wechsel von Apple zu Microsoft erleben wird.

Target EasyInstall - Windows am Mac

Dank Macs mit Intel Prozessoren und Bootcamp ist ein ganz neuer Markt entstanden: Apple’s stylische Hardware mit Microsoft’s Betriebssystem Windows.

Apple Fanboys werden jetzt sagen “Oh mein Gott"!” – Als bekennender Windows Fanboy könnte ich auch einige Argumente liefern, aber lassen wir das: Tatsache ist, dass mittlerweile ein beachtlicher Teil von Macs mit Windows genutzt wird.

Easy InstallDieser Trend ist offenbar so beachtlich, dass ich im September 2008 eine zweitägige Produkt- und  Verkaufsschulung zu Windows Vista und Office 2007 (für Windows) beim größten Apple Distributor in Österreich machen durfte. Als ich damals bei Target Distribution in Götzis war, um Windows Vista und Office 2007 zu schulen hatte ich schon davon gehört, dass ein Deployment Tool entwickelt wird – aber es war noch zu unkonkret um genaues darüber zu bloggen.
Nun ist es soweit – Target Distribution stellte Target Easyinstall vor.

Was bietet das? Es ermöglicht dem Apple Handler voll automatisiert binnen 11 Minuten Windows über das Netzwerk auf den Mac aufzuspielen, nähere Details finden sich hier: http://flash.target-distribution.com/2009/010/faq.html

via Vistablog - Target EasyInstall - Mit 4 Klicks Windows am Mac

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Über den Autor

MCTS

Christian Haberl Christian Haberl ist seit mehr als 10 Jahren als EDV Berater, Vortragender und Trainer tätig. Er kann sich nicht für ein Spezialgebiet entscheiden, drum heißt dieser Blog auch "Kraut & Rüben Blog" - Unter seine Interessen fallen Web-Entwicklung auf ASP.NET Basis, Information Worker & Productivity Technologien (Windows, Office), Server (Windows Server, Small Business, Virtualisierung, Exchange), Scripting, Spam Filtering/Security und Digital Home. Christian Haberl ist auch einer der führenden Produktspezialisten für Windows Media Center und Windows Home Server und ist Direktor des ClubDigitalHome.
Im Jahr 2008 hat Christian Haberl über 200 Vorträge und Schulungen durchgeführt.
Im Frühjahr 2009 wurde Christian Haberl von Microsoft Österreich zum "Influencer" ernannt, weiters wurde er Microsoft Certified Technology Specialist / Microsoft Certified Connected Home Integrator sowie Microsoft Certified Consumer Sales Specialist.

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