Excel Formeln zur Berechnung der Einkommenssteuer

Da ich die Steuerprogression in Excel visualisieren und einen Vergleich zur Besteuerung von Gewinnen aus Körperschaften machen wollte, habe ich mir den aktuellen österreichischen Einkommenssteuertarif in eine Excel Formel gepackt). Damit andere auch was davon haben, hier meine Erkenntnisse:

Diese Formel bezieht sich auf den aktuellen Einkommenssteuertarif in Österreich
image
Quelle: http://www.bmf.gv.at/Steuern/TippsfrdieArbeitneh_7636/SteuertarifundSteue_7922/Steuertarifund.htm

Unter der Annahme, dass in der Zelle “A2” das steuerpflichtige Einkommen eingetragen wird, ergibt sich für die zu entrichtende Einkommenssteuer folgende Excel-Formel:

=WENN(A2<=11000;0;WENN(A2<=25000;((A2-11000)*5110)/14000;WENN(A2<=60000;((A2-25000)*15125)/35000+5110;(A2-60000)*0,5+20235)))

Der Mischsteuersatz ist demnach:

=(WENN(A2<=11000;0;WENN(A2<=25000;((A2-11000)*5110)/14000;WENN(A2<=60000;((A2-25000)*15125)/35000+5110;(A2-60000)*0,5+20235)))/A2)

Der Grenzsteuersatz ist demnach:

=WENN(A2<=11000;0;WENN(A2<=25000;0,365;WENN(A2<=60000;0,43214286;0,5)))

Einkommenssteuerprogression 2011Somit lässt sich sehr gut die Progressionskurve zeichnen oder ein Vergleich mit der Besteuerung von Körperschaften anstellen.

Ich wollte das ganze natürlich auch noch mit der GmbH Besteuerung nach dem Modell 25% KÖST + 25% KEST sowie nach dem auf Antrag möglichen Modell der Besteuerung mit 25% KÖST + halben Einkommenssteuerdurchschnittssatz.

Rein rechnerisch kann man so feststellen, ab welchem Betrag welche Form der Besteuerung günstiger ist. Natürlich bin ich kein Steuerberater. Daher möchte ich feststellen, dass hier verschiedene Kriterien noch nicht berücksichtigt sind wie Absetzbeträge, Sozialversicherung usw. – Aber wenigstens für den effektiven Mischsteuersatz an sich bekommt man ein genaues Bild.

Die Formel für die KÖST+KEST Besteuerung ist denkbar einfach, (aber nicht wie manche vielleicht meinen 25%+25%=50%) sondern

=25%+75%*(25%)

Die Formel für die Sonderregelung KÖST+halber Einkommenssteuerdurchschnittssatz ist schon etwas komplexer:

=25%+75%*(((WENN((A2-(A2*25%))<=11000;0;WENN((A2-(A2*25%))<=25000;(((A2-(A2*25%))-11000)*5110)/14000;WENN((A2-(A2*25%))<=60000;(((A2-(A2*25%))-25000)*15125)/35000+5110;((A2-(A2*25%))-60000)*0,5+20235))))/(A2-(A2*25%)))/2)

Die 3 Besteuerungsmodelle im Vergleich ergeben somit folgendes Bild:Progression Vergleich EST, KÖST/KEST, KÖST/EST

Marktforschung: Windows Phone 2013 fast gleichauf mit Apple iPhone

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Laut einer Pressemeldung von iSuppli soll bereits 2013 das Windows Phone fast gleichauf mit dem iPhone sein, und bis 2015 das iPhone endgültig abgehängt haben.

Eines vorweg: Dass Windows Phone in den nächsten zwei Jahren - vor allem wegen des Markteintritts von Nokia stark wachsen wird, darüber sind sich alle Voraussagen einig. Und diese Einschätzung teile auch ich.

Aber:

Ich finde es immer unseriös, so lange im Voraus Vorhersagen zu machen. Schließlich werden bis dahin sowohl Microsoft als auch Apple noch eine Menge neuer Versionen und Geräte herausbringen.

Außerdem geht der Forecast davon aus, dass Windows Phone auf Kosten von iPhone und "Others" wachsen wird. Others wären also vor allem Blackberry und Symbian. Ich sehe aber Smartphone Switcher eher von Android auf Windows Phone. Blackberry User sind zu Business-orientiert und wollen eine Tastatur. Apple User zu stark in ihr System und ihre Apple-Welt investiert und verstrickt (iPad, iTunes, AirPlay, AppleTV, gekaufte Apps, Musik, iBooks usw.), und Symbian User werden nicht zwingenderweise zu Windows Phone wechseln, sondern sich alle Plattformen anschauen.
Android User hingegen sind oft unzufrieden mit der Heterogenität, Umständlichkeit und Unsicherheit ihrer Plattform. Hier besteht das größte Potential. Microsoft muss Windows Phone aber imho noch etwas offener machen, um auch Hardcore-Androidaner anzusprechen. Android wird als aktueller Marktführer jedenfalls den größten Einfluss auf die Entwicklung haben, und ihre User sind die Umstiegswilligsten, schließlich sind sie entweder neue Smartphone-User oder haben selber erst gerade geswitcht.  Genau wie Windows Phone User.

Auch noch nicht vorhersagbare Ereignisse können diesen Forecast völlig umkrempeln. Was, wenn Microsoft schon heimlich an einer Business Variante von Windows Phone arbeitet, Nokia schon einen entsprechenden Blackberry-Killer in Peto hat, vielleicht mit kleiner Tastatur, wie bei den Blackberrys, dann noch ein gutes Exchange Add-On um den BES obsolet zu machen, oder überhaupt gleich eine Übernahme von der Firma RIM durch Microsoft? Geld genug dafür hätten sie, und wettbewerbsrechtlich steht dem auch nichts entgegen, da Microsoft in dieser Branche keine marktbeherrschende Stellung hat. Rein hypothetisch alles, ich weiß, aber auch nicht unmöglich, und auf jeden Fall würde das einen raschen Shift in den Market Shares bewirken, der in diesem Forecast überhaupt nicht berücksichtigt ist.

Was an dieser Studie auch noch auffällt: Den größten Einfluss auf den Smartphone-Markt haben meiner Meinung nach nicht (!) die Kunden sondern die OEMs (Hersteller) und Telkos (Mobilfunkprovider)! - Android ist dzt. u.a. so beliebt weil es so viele Geräte damit gibt. In der letzten Weihnachtssaison (2011) fand man traurigerweise bei den vier österreichischen Mobilfunkanbietern Orange, 3, A1 und T-Mobile kaum Windows Phones, aber massenhaft Androids. Wenn es die Konzerne Microsoft, Google und Apple schaffen, die Telkos zu beeinflussen, kann das, kombiniert mit guten Marketing-Kampagnen schnell zu massiven Verschiebungen führen.

Auch der weltweite massive Patentkrieg zwischen Apple, Google, Microsoft und den Handy-Herstellern (Samsung etc.) und vor allem der Ausgang dieser Rechtsstreitigkeiten wird die Wachstumszahlen beeinflussen.

Last but not least: Die Zahlen von IHS iSuppli dürften weltweite Zahlen sein. Die Unterschiede in den Marktanteilen sind in verschiedenen Ländern massiv, und die Verschiebungen rasch. So hat z.B. in Italien der Marktanteil von Android im letzten Jahr um 35,1% zugenommen. Es gibt keinen Grund, wieso nicht auch im Jahr 2012 so massive Verschiebungen zu erwarten sind. z.B. zu Gunsten von Windows Phone und zu Lasten von Android. Aber das ist von so vielen Faktoren abhängig, dass es völlig unseriös ist, hier eine Vorhersage bis 2015 zu machen.

Ich sage nur eines vorher: Die Vorhersage von IHS wird völlig daneben liegen, da sie von einem sich langsam verändernden Markt ausgeht.

Quelle: http://www.illsinger.at/wordpress/?p=115

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Über den Autor

MCTS

Christian Haberl Christian Haberl ist seit mehr als 10 Jahren als EDV Berater, Vortragender und Trainer tätig. Er kann sich nicht für ein Spezialgebiet entscheiden, drum heißt dieser Blog auch "Kraut & Rüben Blog" - Unter seine Interessen fallen Web-Entwicklung auf ASP.NET Basis, Information Worker & Productivity Technologien (Windows, Office), Server (Windows Server, Small Business, Virtualisierung, Exchange), Scripting, Spam Filtering/Security und Digital Home. Christian Haberl ist auch einer der führenden Produktspezialisten für Windows Media Center und Windows Home Server und ist Direktor des ClubDigitalHome.
Im Jahr 2008 hat Christian Haberl über 200 Vorträge und Schulungen durchgeführt.
Im Frühjahr 2009 wurde Christian Haberl von Microsoft Österreich zum "Influencer" ernannt, weiters wurde er Microsoft Certified Technology Specialist / Microsoft Certified Connected Home Integrator sowie Microsoft Certified Consumer Sales Specialist.

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