Ist es klug Windows Updates automatisch einzuspielen? Microsoft und die meisten Sicherheitsexperten sagen “Ja”. Selbstverständlich ist es möglich, nur dringende, sicherheitskritische Updates automatisch installieren zu lassen. Auf Wunsch können auch “empfohlene” Updates automatisch installiert werden und der Zeitpunkt für die Installation kann festgelegt werden. Windows Update kann sich auch um die Aktualisierung von anderen Microsoft Programmen, wie Microsoft Office kümmern, sowie um Hardware Treiber. 
Vereinzelt haben User aber Bedenken im Hinblick auf persönliche Daten. Was also wird wirklich an Microsoft übertragen? Technet gibt darüber Auskunft:
- Fabrikat und Modell des Computers
- Versionsnummer von Windows
- Versionsnummer von Internet Explorer
- Versionsnummern anderer Microsoft-Software, für die möglicherweise Updates zur Verfügung stehen
- Plug & Play-Kennungen der Hardwaregeräte
- Einstellung für Region und Sprache
- Globale eindeutige Kennung (Globally Unique Identifier, GUID)
- Produktkennung und Product Key
- Name, Revisionsnummer und Revisionsdatum des BIOS
Das sind also ausschließlich Informationen, die Windows Update logischerweise zum Aufspüren der richtigen Updates benötigt. Produktkennung, Key und GUID dienen der Validierung der Windows Lizenz. Hat man keine gültige Windows Lizenz erhält man eine entsprechende Warnung, und kann nur mehr die dringendsten, sicherheitskritischen Updates installieren, aber selbst in diesem Fall werden keine persönlichen Informationen, wie Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail Adresse, Sozialversicherungsnummer ;-) usw. an Microsoft übertragen.
Firmen bzw. Betreiber größerer Windows Netzwerke haben auch die Möglichkeit Updates über einen hausinternen Update Server abzuwickeln, den sogenannten WSUS (Windows Server Update Services). Auch hier können bestimmte Updates automatisch freigegeben werden, andere wiederum manuell.
Fazit: Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, Sicherheitsupdates automatisch installieren zu lassen, weil man dann so rasch wie möglich eventuell entdeckte Sicherheitslöcher stopft und Bedrohungen vermeiden kann.
Hier noch einmal die 3 Grundregeln von Sicherheit am PC:
- Firewall (am besten die Windows Firewall, keine Security Suite, siehe dazu auch c’t 5/2010 Seite 3)
- Antivirus-Programm (z.B. das kostenlose Microsoft Security Essentials)
- Automatische Updates (Windows Update) und regelmäßige Updates von Third Party Software (Flash, Java, Adobe Reader, Firefox usw.)