Virtual WiFi - nun endlich auch für Intel WLAN Adapter

Daniel Melanchton hat in seinem Blog ein sehr interessantes, wenn auch etwas verstecktes Windows 7 Feature vorgestellt, das nur einen kleinen Schönheitsfehler hatte: Es funktionierte bis vor Kurzem mit den meisten Intel WLAN Adaptern nicht, da der Treiber diese Funktion noch nicht unterstützte. Dummerweise haben beide meiner Laptops Intel WLAN Adapter.

Bei den OEMs (in meinem Fall Fujitsu) sucht man derzeit noch vergebens nach der aktuellen Treiberversion, bei Intel bekommt man sie hingegen schon, und der neue Treiber hat’s in sich, er ist nämlich gleich für einige gängige Intel WiFi Module geeignet:

-Intel® WiFi Link 5300: 13.0.0.107
-Intel® WiFi Link 5100: 13.0.0.107
-Intel® WiFi Link 1000: 13.0.0.107
-Intel® Wireless WiFi Link 4965AGN: 13.0.0.107
-Intel® PRO/Wireless 3945ABG Network Connection: 13.0.0.107

32Bit: http://downloadcenter.intel.com/Detail_Desc.aspx?agr=Y&DwnldID=18211&lang=eng
64Bit: http://downloadcenter.intel.com/Detail_Desc.aspx?agr=Y&DwnldID=18212&lang=eng

Doch kurz noch einmal zusammengefasst, was Virtual WiFi eigentlich ist, wozu man es braucht und wie man es aktiviert

Virtual WiFi ermöglicht es

  1. eine zusätzliche, virtuelle Netzwerkkarte anzulegen
  2. auf dieser virtuellen Netzwerkkarte einen virtuellen Access Point zu betreiben
  3. und somit eine beliebige Netzwerkverbindung über WLAN freizugeben

Die Konfiguration ist zwar nicht schwer, aber etwas kommandozeilenlastig ;-)
Laut Daniel ist Microsoft einfach nicht rechtzeitig mit der Implementation einer GUI fertig geworden. SP1?

Zum Anlegen der virtuellen Netzwerkkarte folgenden Befehl auf einer administrativen Kommandozeile eingeben:
netsh wlan set hostednetwork mode=allow ssid="My Virtual WiFi" key="1234567890" keyUsage=persistent

Hier ist natürlich der eigene SSID Namen (Netzwerkkennung) und der eigene Key einzugeben!

Zum Aktivieren des gehosteten Netzwerks (virtueller Access Point) diesen Befehl eingeben:
netsh wlan start hostednetwork

Dann einfach mittels Internetverbindungsfreigabe die freizugebende Verbindung auswählen, und auf dem virtuellen WLAN Adapter freigeben, das macht man über die Registerkarte “Freigabe” der entsprechenden Netzwerkverbindung:

Virtual Wifi Freigabe

In meinem Fall gebe ich die Mobile Breitbandverbindung (Windows 7 Mobile Broadband) über den Virtual Wifi Adapter frei, sodass andere Geräte darauf zugreifen können.

Virtual Wifi Virtueller Netzwerkadapter

Das wäre soweit aber auch über ein Ad-Hoc Netzwerk möglich gewesen, das wirklich geniale an der Virtual Wifi Lösung ist hingegen, dass ich auch eine “echte” WLAN Verbindung über den Virtual Wifi Adapter freigeben kann, z.B. eine teure WLAN Verbindung im Hotel, Seminarraum usw.

Weitere Details in Daniel’s Blog.

EDIT: Ich gebe zu, ich bin damit etwas spät dran, wer Long Zheng’s Blog etwas regelmäßiger liest als ich, weiß schon seit 6.11., dass Virtual WiFi nun auch mit dem neuesten Intel Treiber funktioniert.

Tastenkombinationen in Windows 7

Welche Tastenkombinationen gibt es in Windows 7?

Neu sind z.B. [Windows]+[P] für die Projektionseinstellungen, [Windows]+Cursortaste (rauf, runter, links, rechts) zum Anordnen von Fenstern.

Tastenkombinationen

Auf der Microsoft Windows Seite findet man sämtliche Windows 7 Tastenkombinationen auf einen Blick:
http://windows.microsoft.com/de-AT/windows7/Keyboard-shortcuts

Skurriler Übersetzungsfehler in Windows 7 Mobile Broadband

Mobile Broadband in Windows 7 ist eine feine Sache. Den richtigen Treiber vorausgesetzt, lässt sich eine WWAN Verbindung (UMTS, HSDPA, EDGE, GPRS usw.) unter Windows 7 ähnlich wie eine WLAN Verbindung verwalten und verbinden. Spezialsoftware wie eigene Connection Manager gehören der Vergangenheit an. Man kann sogar einstellen, dass die Verbindung automatisch herstellt werden soll, wenn man gerade nicht über eine andere Netzwerkverbindung verbunden ist, ausgenommen bei Roaming. Damit bin ich also in Österreich so gut wie immer verbunden. Eigentlich sollte das mal einen eigenen Beitrag wert sein. Steht ganz oben auf meiner Todo-Liste (aber da steht vieles ganz weit oben)…

Diesen lustigen Übersetzungs-Bug wollte ich meinen Lesern aber nicht vorenthalten:Servergespeichert

Servergespeichert? Was zum Teufel soll das heißen?

Doch dann der Geistesblitz! Ich musste so laut lachen, dass mein Sitznachbar in meinem Zugabteil mir ganz verängstigte Blicke zuwarf.

“Roaming Profiles” werden in der deutschen Sprache meist mit “Servergespeicherte Profile” übersetzt. Irgendein Windows Übersetzungs Guru (oder Übersetzungsprogramm?) hat da scheinbar unter Roaming nachgeschlagen, im Microsoft-internen Wörterbuch, nix gefunden, und meinte daher, wenn servergespeicherte Profile “Roaming Profiles” heißen, muss wohl Roaming “servergespeichert” heißen. Tut es aber nicht. Im Kontext von Mobiltelefonie / Mobilem Internet bleibt es unübersetzt.

So und wie reporte ich das jetzt an Microsoft, damit es in Service Pack 1 behoben wird?

Übrigens habe ich ein Windows 7 auf englisch mit deutschem Language Pack. Ist der Fehler auch im deutschen Windows 7 zu finden?

An anderen Stellen ist das lustigerweise korrekt “übersetzt”:
Roaming

Auch bei der Warnung ist die Übersetzung richtig:
Roaming trotzdem ausführen

Ist die Verbindung hergestellt, stimmt es plötzlich auch:
Roaming Verbindun hergestellt

PS: Leo hilft: dict.leo.org

Roaming hin und her, diesen Artikel muss ich jetzt posten. Schöne Grüße vom deutschen Eck!

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Über den Autor

MCTS

Christian Haberl Christian Haberl ist seit mehr als 10 Jahren als EDV Berater, Vortragender und Trainer tätig. Er kann sich nicht für ein Spezialgebiet entscheiden, drum heißt dieser Blog auch "Kraut & Rüben Blog" - Unter seine Interessen fallen Web-Entwicklung auf ASP.NET Basis, Information Worker & Productivity Technologien (Windows, Office), Server (Windows Server, Small Business, Virtualisierung, Exchange), Scripting, Spam Filtering/Security und Digital Home. Christian Haberl ist auch einer der führenden Produktspezialisten für Windows Media Center und Windows Home Server und ist Direktor des ClubDigitalHome.
Im Jahr 2008 hat Christian Haberl über 200 Vorträge und Schulungen durchgeführt.
Im Frühjahr 2009 wurde Christian Haberl von Microsoft Österreich zum "Influencer" ernannt, weiters wurde er Microsoft Certified Technology Specialist / Microsoft Certified Connected Home Integrator sowie Microsoft Certified Consumer Sales Specialist.

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